SFH-13915   Unternehmen können sich bewerben  US-Behörde sucht Ideen für Mexiko-Mauer, N-TV  Samstag, 25. Februar 2017
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Donald Trumps Grenzschutzbehörde plant einen Ideenwettbewerb zum Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko. Demnach werden Firmen dazu aufgefordert ihre Konzepte und Prototypen für ein Auswahlverfahren einzureichen.
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http://www.n-tv.de/politik/US-Behoerde-sucht-Ideen-fuer-Mexiko-Mauer-article19719464.html
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Bis Mitte April 2017 sollen die Gewinner die Aufträge zum Bau erhalten.
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Die US-Grenzschutzbehörde CBP hat zu einem Ideenwettbewerb für die von Präsident Donald Trump geplante Grenzmauer zu Mexiko aufgerufen. Die entsprechende Aufforderung solle bis zum 6. März veröffentlicht werden, kündigte die Behörde, die dem Heimatschutzministerium untergeordnet ist, an.

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Bewerber sollen Konzeptstudien oder Prototypen "für das Design und den Bau" der Mauer nahe der Grenze zu Mexiko einreichen, hieß es in einer Stellungnahme auf der Webseite » FedBizOpps.org. Auf diesem Portal kommen die Regierung und potenzielle Auftragnehmer zusammen. Nach der Ideensammlung soll die offizielle Ausschreibung folgen. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde rechnet damit, dass nach Sichtung der Vorschläge die ausgewählten Unternehmen bis Mitte April den Zuschlag für Aufträge erhalten werden.

Trump hatte im Wahlkampf für seine Präsidentschaft angekündigt, an der rund 3200 Kilometer langen Grenze zwischen den USA und Mexiko eine Mauer errichten zu wollen, um die illegale Einwanderung und den Drogenschmuggel zu stoppen. Mexiko solle für die Mauer zahlen. Die mexikanische Regierung hat wiederholt erklärt, dass sie nicht für die Kosten aufkommen werde.

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In US-Medien kursiert schon der nächste Entwurf zur Einwanderungspolitik. Das Dekret könnte die Einreise für Flüchtlinge und Visumsträger aus den Ländern Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen einschränken. Die Bürger dieser Länder sollen vorübergehend keine Visa mehr für die USA bekommen.

Auch wenn es weltweit, wie hier in London, zu Protesten kam - der neue US-Präsident Donald Trump löst sein Wahlkampfversprechen ein und weist das US-Innenministerium an, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten.

Für die Mexikaner ist es ein Schlag ins Gesicht: Während Mexikos Außenminister Luis Videgaray und Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo in Washington mit einer hochrangigen US-Delegation über die Zukunft der Beziehungen beider Länder beraten,  schafft Trump schon Fakten.

Bereits im Wahlkampf hatte sich Trump früh auf das Nachbarland eingeschossen. "Mexiko schickt uns nicht die Besten. Es schickt Menschen, die viele Probleme haben. Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger", sagte er. Und: "Mexiko ist nicht unser Freund."
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Wer sich die Grenzschutzanlage zwischen Mexiko und den USA jedoch ansieht, wird zu dem Schluss kommen, dass das aktuelle Bauwerk einer Mauer an vielen Stellen bereits jetzt nicht ganz unähnlich ist.
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Insgesamt misst die gemeinsame Grenze der Staaten, hier an der Pazifikküste bei San Diego, rund 3144 Kilometer.
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Das entspricht ungefähr der Entfernung von Hamburg nach Kairo. Eine Mauer auf dieser Länge ist ein Bauprojekt der Superlative.
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Bisher ist die Grenze nicht auf allen Abschnitten mit einem Zaun gesichert. Vor allem in den unbesiedelten, heißen Wüstengebieten ist sie zwischen den beiden Staaten durchlässig.
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An diesem Abschnitt nahe des Ortes Douglas in Arizona etwa ist die Grenzsicherung weniger stark: Die Straße endet an einem kleinen Zaun.
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Viele Menschen, die versuchen, illegal in die USA zu kommen, probieren es genau in diesen Gegenden.
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Die Zahl der Todesfälle bei illegalen Grenzübertritten ist in den vergangenen Jahren gestiegen, viele Menschen sind an der Hitze in der Wüste gestorben oder verdurstet.
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Viele Details des Mammutprojekts sind noch ungeklärt, darunter die Finanzierung. Nach manchen Schätzungen werden die Kosten bei mehr als 20 Milliarden Dollar (18,5 Milliarden Euro) liegen. Trump will, dass Mexiko die Kosten voll übernimmt. Mexikos Präsident Peña Nieto lehnt dies jedoch strikt ab.
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"Wir befinden uns inmitten einer Krise an unserer südlichen Grenze", sagte US-Präsident Trump. Die "beispiellose Zunahme" der Zahl der Zuwanderer aus Zentralamerika schade nicht nur den USA, sondern auch Mexiko.
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Schon jetzt sind Tausende Beamte an der Grenze im Einsatz.
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Die Bürgerrechtsorganisation Aclu bezeichnete Trumps Grenzmauer-Pläne als "Fantasma", das von "rassischer und ethnischer Voreingenommenheit genährt wird, die die amerikanische Tradition des Schutzes für verletzliche Migranten in Misskredit bringt".
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