SFH-13958   Buwog, Linz: Grasser muss jetzt fix vor Gericht, KRONE  20.04.2017, 11:06,    Posting Dr. Lederbauer vom 20.4.2017  14.00 Uhr
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Jetzt ist es fix: Ex- Finanzminister Karl- Heinz Grasser muss vor Gericht. Das Oberlandesgericht Wien hat am Donnerstag die Anklage gegen den 48- Jährigen und 14 weiteren Personen in den Affären Buwog und Linzer Terminal- Tower bestätigt. Die Vorwürfe lauten auf Untreue bzw. Beteiligung daran und Bestechung. Der Prozess könnte noch heuer starten, Grasser drohen bis zu zehn Jahre Haft.
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http://www.krone.at/oesterreich/buwog-linz-grasser-muss-jetzt-fix-vor-gericht-10-jahre-haft-drohen-story-565485

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"Der Weg zu einem Prozess vor einem Schöffengericht ist damit frei", bestätigte OLG- Sprecher Reinhard Hinger am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft hatte im Sommer 2016 nach sieben Jahren eine » mehr als 800- seitige Anklage  gegen Grasser und andere Personen - unter ihnen der Lobbyist Peter Hochegger, Grassers Trauzeuge und Ex- FPÖ- Politiker Walter Meischberger, Ex- Immofinanz- Generaldirektor Karl Petrikovics, der ehemalige Raiffeisen- OÖ- Chef Ludwig Scharinger oder RLB- OÖ- Vorstandsdirektor Georg Starzer - eingebracht. Als Einziger ausgeschieden aus dem Kreis der Angeklagten ist Grassers früherer Kabinettsmitarbeiter Michael Ramprecht.

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Karl-Heinz Grasser (Bild: Reinhard Holl)
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Staatsanwaltschaft: Zehn Millionen Euro Schaden

Der Schaden betrage demnach rund zehn Millionen Euro, Grasser drohen bis zu zehn Jahre Haft. Sein Anwalt Manfred Ainedter rechnete vor Kurzem noch fest damit, dass die Anklage aufgehoben wird. Sein Einspruch wurde vom OLG Wien nun abgewiesen.

Grasser und sein Anwalt Manfred Ainedter (Bild: APA/Gert Eggenberger).

Buwog: Grasser soll sich mit Schmiergeld bereichert haben

Grasser steht in der Buwog- Affäre unter Verdacht, sein Insiderwissen als Minister bei der Privatisierung der Bundeswohnungen ausgenutzt, über den Umweg zweier Vertrauter entscheidende Informationen weitergegeben und sich selbst mit Schmiergeld bereichert zu haben. Der Ex- Minister bestritt das bis dato vehement. "Alle strafrechtlichen Vorwürfe gegen mich sind falsch. Da wird etwas konstruiert, was mit viel Phantasie eine theoretische Möglichkeit ist, mit der Wahrheit aber nichts zu tun hat", sagte Grasser Ende Juli 2016 im großen » Interview mit der "Krone" .

Video: Haben Sie Angst vor dem Gefängnis, Herr Grasser?

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2004 erhielt bei der Privatisierung von Bundeswohnungen ein Konsortium rund um die Immofinanz den Zuschlag. Kurz vor der entscheidenden zweiten Runde hatte der damalige Immofinanz- Chef Petrikovics einen geheimen Tipp von Peter Hochegger bekommen, wie viel er mindestens bieten müsse, um den Konkurrenten, die CA Immo, zu übertrumpfen. Hochegger seinerseits bekam den Tipp vom Grasser- Vertrauten Walter Meischberger. Dieser dementiert, die Information von Grasser bekommen zu haben, nannte aber seinen Tippgeber nicht.

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Am 22. Oktober 2005 heiratete Grasser die Swarovski- Erbin Fiona Pacifico Griffini. Im 2007 kam in Innsbruck das erste Kind des prominenten Paares, eine Tochter, zur Welt.
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Fiona Swarovski und Karl-Heinz Grasser beim Opernball 2009 (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

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Posting Dr. Lederbauer vom 20.4.2017  14.00 Uhr
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Grasser steht in der Buwog- Affäre unter Verdacht, sein Insiderwissen als Minister bei der Privatisierung der Bundeswohnungen ausgenutzt, über den Umweg zweier Vertrauter entscheidende Informationen weitergegeben und sich selbst mit Schmiergeld bereichert zu haben.....

Schon das Ermittlungsverfahren war äußerst komplex.

Es stellt sich die Frage, ob bei diesem - komplexen - Ermittlungsverfahren wirklich alle Gesichtspunkte ordentlich untersucht und bewertet wurden.

Es ist zu hoffen, dass diese wichtige Frage beim Verfahren hinreichend geklärt werden wird.

Vgl.:

13.11.2011 | » 314 Fall 14 - BUWOG
» SFH-4440 Umfassende Sachverhaltsdarstellung, Langfassung, Verkauf der Bundeswohnbaugesellschaften " Kapitel 1- 36 von Dr. Lederbauer Stand 11.11.11. 11.11 Uhr
Umfassende Sachverhaltsdarstellung ( Langfassung) zur Causa Verkauf von Bundeswohnungen unter Berücksichtigung einer detallierten Analyse der Wahrnehmungsberichte des Rechnungshofs über den „Verkauf der BUWOG" und den „Verkauf der Bundeswohnbaugesellschaften" sowie des Berichts des Ständigen Unterausschusses des Rechnungshofsausschusses, des Minderheitsberichts der Berichte des Rechnungshofsausschusses, sowie der Diskussionen im Plenum des Nationalrats unter Berücksichtigung aller Protokolle und aktueller Medienberichte. Copyright by Dr. Wolfgang Lederbauer

http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=291&aid=5223&page=1
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Donnerstag, 20. April 2017, 14:13
von Buckminster126  
...Grasser steht in der Buwog- Affäre unter Verdacht, sein Insiderwissen als Minister bei der Privatisierung der Bundeswohnungen ausgenutzt, über den Umweg zweier Vertrauter entscheidende Informationen weitergegeben und sich selbst mit Schmiergeld bereichert zu haben..... Schon das Ermittlungsverfahren war äußerst komplex. Es stellt sich die Frage, ob bei diesem - komplexen - Ermittlungsverfahren wirklich alle Gesichtspunkte ordentlich untersucht und bewertet wurden. Es ist zu hoffen, dass di

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Donnerstag, 20. April 2017, 14:22
von Buckminster126  
Teil 1: Schon das Ermittlungsverfahren war äußerst komplex. Es stellt sich die Frage, ob bei diesem - komplexen - Ermittlungsverfahren wirklich alle Gesichtspunkte ordentlich untersucht und bewertet wurden. Es ist zu hoffen, dass diese wichtige Frage beim Verfahren hinreichend geklärt werden wird. Vgl.:



Interessante Postings


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Donnerstag, 20. April 2017, 12:43
von oros5  
es wäre gut wenn statt dieser Berichterstattung die zusammengefasste Textur der Anklage mitgeteilt würde dann könnte man sich als Bürger ein Bild davon machen um was es überhaupt geht. So wird nur ein Verbrechen angedeutet dass auschließlich der Meinungsmache dient u. zur Vorverurteilung der Beteiligten führt. Wenn sie am Ende freigesprochen würden ( was ja auch möglich ist ) ble
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Antwort Dr. Lederbauer vom 24.4.2017  11.40 Uhr


Dieser Auffassung bin ich auch. Es werden immer nur wenige  Namen  genannt. Es sollen  aber 15 Angeklagte angeführt  sein.

Es stellt sich die Frage, ob bei diesem - komplexen - Ermittlungsverfahren wirklich alle Gesichtspunkte ordentlich untersucht und bewertet wurden.

Es ist zu hoffen, dass diese wichtige Frage beim Verfahren hinreichend geklärt werden wird.

Vgl.:

13.11.2011 | » 314 Fall 14 - BUWOG
» SFH-4440 Umfassende Sachverhaltsdarstellung, Langfassung, Verkauf der Bundeswohnbaugesellschaften " Kapitel 1- 36 von Dr. Lederbauer Stand 11.11.11. 11.11 Uhr

http://www.so-for-humanity.com2000.at

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