SFH-0881

» www.salzburger-fenster.at / vom SALZBURGER FENSTER vom 26.08.2008

» SF28/08
Nach SF-Bericht: Saalfeldner Pensionist rettet Perterer

Wegen eines Rückstandes von 10.500 Euro sollte sein Elternhaus mit einem Verkehrswert von 470.000 Euro versteigert werden

Ein Salzburger-Fenster-Leser half Paul Perterer in äußerster Not: die Zwangsversteigerung seines Elternhauses in Saalbach stand schon fest. Er gab ihm das Geld in bar – die gesamten Kosten von 14.517,48 Euro konnten beglichen werden.

» Paul Perterer: Sein Elternhaus, das Lederer Gütl in Saalbach, sollte zwangsversteigert werden, für ihn und seine Familie (drei studierende Kinder) wäre es der Ruin gewesen.
Paul Perterer: Sein Elternhaus, das Lederer Gütl in Saalbach, sollte zwangsversteigert werden, für ihn und seine Familie (drei studierende Kinder) wäre es der Ruin gewesen.
nur soviel bekannt geben will, dass er pensioniert ist, erwies sich buchstäblich als Nothelfer für Paul Perterer. Durch ihn konnte die Zwangsversteigerung seines Elternhauses, das Lederer Gütl in Saalbach, in letzter Minute abgewendet werden. Eine Einigung mit der Wassergenossenschaft Löhnersbach beziehungsweise mit der Volksbank, der Hausbank Perterers, kam trotz intensivster Bemühungen vonseiten Perterers nicht zustande – der Termin für die Zwangsversteigerung stand damit mit dem 22. August schon fest. In seiner aussichtslosen Lage wandte sich Perterer an das Salzburger Fenster. Und dann die Rettung: Nach Erscheinen des SF-Berichtes („Für Perterer wird's eng") in der vorigen Ausgabe „hab ich einen Anruf bekommen – ich dachte zuerst, es sei wohl ein Scherz", schildert der ehemalige Saalfeldner Amtsleiter, der vor etwa 10 Jahren suspendiert wurde, weil er, wie er sagt „unbequem" war. Doch es war ernst gemeint. „Der pensionierte Saalfeldner sagte, er gibt mir das Geld, er will mir helfen." Sie trafen sich in einem Café, Perterer wurde der Betrag bar übergeben – 14.517,48 Euro! Exakt jener Betrag, der samt Gerichts- und Gutachterkosten aufgelaufen war. Perterer konnte den Betrag einzahlen – siehe Faksimile – und ist damit eine große Sorge los. Betrieben worden war die Zwangsversteigerung von der Wassergenossenschaft Löhnersbach, wo wegen Hochwasserregulierungen noch 10.500 Euro offen waren (einen Teil hatte Perterer bereits beglichen gehabt). Eine Ratenzahlung, für die seine Bank gerade gestanden wäre, lehnte die Wassergenossenschaft ab.

„Hab nicht nur Feinde"

» In einem E-Mail bedankt sich Perterer beim Salzburger Fenster: Ein SF-Leser hatte ihm, nach Erscheinen des Berichts in der vorigen Ausgabe, das Geld gegeben, um ihm zu helfen. Die gesamten Kosten von 14.517,48 konnten beglichen werden.
In einem E-Mail bedankt sich Perterer beim Salzburger Fenster: Ein SF-Leser hatte ihm, nach Erscheinen des Berichts in der vorigen Ausgabe, das Geld gegeben, um ihm zu helfen. Die gesamten Kosten von 14.517,48 konnten beglichen werden.
Für Perterer ein Zeichen, dass es nicht nur Leute gibt, die ihn, wie die Bauern der Wassergenossenschaft, ruinieren wollen. Für einen offenen Betrag von 10.500 Euro ihn und seine Familie (drei Kinder, die studieren) der Existenz zu berauben, stieß in seiner Umgebung doch auch auf großes Unverständnis. (Das Lederer Gütl wird als Pension geführt – laut gerichtlichem Gutachten beträgt der Verkehrswert 470.000 Euro.) Auch der Saalbacher Bürgermeister Peter Mitterer (ÖVP) hatte im SF-Bericht von „unbilliger Härte" gesprochen und betont, dass eine zwischen Perterer und der Gemeinde vereinbarte Ratenzahlung (wegen eines anderen Rückstandes) reibungslos eingehalten werde.
Dass es überhaupt so weit kam, sei, so Perterer, darauf zurückzuführen, dass er nun schon seit Jahren auf die ihm zustehende Entschädigung warten müsse. Nach seiner Suspendierung ist er zum UN-Menschenrechtsausschuss gezogen, von dem ihm bescheinigt wurde, dass ihm eine angemessene Entschädigung zusteht. Bekommen hat er bis heute nichts, als Beamter bekommt er auch keine Arbeitslose. Den Kampf um eine Entschädigung werde er auf jeden Fall fortführen, sagt Perterer, dem pensionierten Saalfeldner und dem Salzburger Fenster dankt er „von ganzem Herzen".
 
B. Gappmair

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