SFH-141915 Sebastian Kurz ist hoffentlich jung genug...Die Presse  RAINER NOWAK 06.09.2019 u

Die Frage lautet: Welche Koalition führt das Land in die nächsten fünf Jahre? Harmonie oder Komplexität sollte nicht wichtiger als Problemlösung sein.

https://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/5685811/Sebastian-Kurz-ist-hoffentlich-jung-genug

In den Umfragen liegt die ÖVP mit Sebastian Kurz seit Monaten stabil um 35 Prozent.

In den Umfragen liegt die ÖVP mit Sebastian Kurz seit Monaten stabil um 35 Prozent. – APA/HANS PUNZ

Zwei Dinge müssten passieren, dass das Wahlergebnis am 29. September völlig anders ausschaut, als es derzeit alle Umfragen prognostizieren: ein unvorhergesehenes Ereignis irgendwo zwischen einem von Sebastian Kurz in Auftrag gegebenen Kometeneinschlag in Wien und einem neuen Ibiza-Video, auf dem diesmal neben Kurz auch noch Werner Kogler und Beate Meinl-Reisinger prahlen, wie sie die Bundesforste zur Beschleunigung des Klimawandels zu verkaufen gedenken. Oder die gesamte Meinungsforschung hat kollektiv falsche Zahlen veröffentlicht.

Noch selten zuvor war die Diskrepanz zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung so weit auseinander wie im Wahlkampf 2019. In den Umfragen liegt die ÖVP mit Sebastian Kurz seit Monaten stabil um 35 Prozent, mit gehörigem Respektabstand folgen SPÖ und knapp dahinter FPÖ in den niedrigen Zwanzigern, dann kommen die Kleinen, die Grünen klar über zehn Prozent, die Neos klar darunter. Die Liste Jetzt heißt bald Liste Ex.

Verfolgt man hingegen die vielen Beiträge in analogen sowie digitalen, vor allem sozialen Medien, gewinnt man den Eindruck: Es geht für alle Parteien bergauf und bergab, Kurz aber scheint sich wegen vermeintlicher Skandale und Pannen in einer Abwärtsspirale zu befinden. Schönheitsfehler: Geht es um die Wähler, stimmt das nicht. Die Österreicher wählen anders, als das viele Publizisten gern hätten.

Wenn nun also das politische Kräfteverhältnis für die kommenden fünf (?) Jahre einigermaßen absehbar zu sein scheint, ist die wichtigste Frage jene einer Koalition. Dass die ÖVP davor warnt, es könnte eine rot-grün-pinke Regierung geben, da diese drei Parteien bei der EU-Wahl den 50 Prozent nahekamen, ist verständlich, auch siegessichere Türkis-Wähler müssen mobilisiert werden. Sollte sich diese Konstellation ausgehen, wird sie in der Sekunde Koalition, immerhin wäre dann Kurz Geschichte, das reicht als Programm.

Sollte sich die Anti-Kurz-Ampel aber rechnerisch nicht ausgehen, wird irgendjemand mit ihm regieren müssen. Lassen wir die hysterischen Monate ebenso außer Acht wie zwischenmenschliche Befindlichkeiten und versuchen es mit Sachpolitik. Da geben die TV-Diskussionen der vergangenen Tage – etwa die Spitzenkandidatenrunde der „Presse" und der Bundesländer-Zeitungen – gute Hinweise, was mit wem geht und was nicht.

Kommt Sebastian Kurz zur (inhaltlich richtigen) Überzeugung, sich in den zwei wichtigsten Themen bewegen zu wollen und können, muss er das Gespräch mit Grünen und Neos führen. Genau genommen handelt es sich um ein Thema: die Zukunft unserer Kinder. Wer den Klimawandel verlangsamen und mit negativen Auswirkungen umgehen lernen will, braucht eine Öko-Partei wie die Grünen und nicht die FPÖ oder SPÖ an der Seite. Dass die Neos für die Einführung einer CO2-Steuer sind, macht sie nicht wirtschaftsliberaler, aber hilft in Regierungsverhandlungen.

Wichtig wären die Neos, um das Pensionssystem nicht zu einer noch größeren Last für die nächsten Generationen werden zu lassen. Der Beschluss einer Pensionsreform (Erhöhung des gesetzlichen, nicht nur des faktischen Pensionsantrittsalters analog zur Lebenserwartung) ist eine Conditio sine qua non – und für die Neos eine Überlebensfrage. Interessanterweise scheint ein Kompromiss in der verminten Flüchtlingsfrage denkbar: Erfolgreiche Lehrlinge dürfen trotz negativen Asylbescheids bleiben, sonst sind gerechtfertigte Abschiebungen richtig.

Für Türkis-Rot spricht inhaltlich wenig: Die SPÖ geht nach links Richtung Klassenkampf und Sozialstaat um jeden Preis. Und Türkis-Blau? Warum sollte erfolgreich sein, was gerade krachend gescheitert ist? Wird Herbert Kickl nach Ungarn als Polizeiberater weggelobt? Kaum. Und in der Bildungspolitik offenbarte Norbert Hofer sein Weltbild: Kinder solle man nicht ständig fragen, ob sie sich in der Schule wohlfühlten, sondern was sie gelernt hätten. Genau. Und wenn das zu wenig war, hilft vielleicht in der rechten Ecke stehen weiter.

Wir schreiben 2019. Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Auch nicht von Hofer und Kickl. Kurz ist doch hoffentlich jung genug, das zu verstehen.

E-Mails an: » rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2019)

Interessante Postings

panos

0

ein Teil d Diskrepanz ist leicht erklärt: man schimpft, diskutiert, kritisiert nur beim Kreuzerl auf Umfragen oder bei der Wahl traut man sich dann doch nicht.....wäre es anders müsste die FPÖ gefühlt 35% bekommen...

love and order
0

Eine rot-grün-pinke Regierung ist meiner Meinung unrealistisch aufgrund der Umfragewerte kommen die nicht auf 50 %, vielleicht nicht mal 40 % in Summe.

Eine rot-blau-pinke/grüne Regierung ist meiner Meinung auch auszuschließen.

Somit ist eigentlich nur mehr die Frage mit wem Kurz eine Regierung bilden will. Ich verstehe und erwarte, dass er dies vor der Wahl nicht bekannt geben wird - wünschen tue ich mir trotzdem dies vorher zu wissen.
Onkelerich

1

Selten hat ein Spitzenkandidat vor einer Wahl so viele Grauslichkeiten von einer vereinigten Anti-Kurz-Oposition und von vielen skandalgeilen Medien erlebt, die alles gegen ihn auslegen bzw. konstruieren. Es kann noch viel geschehen in diesem stürmischen September. Trotz all dieser Hürden wird der nächste BK Sebadtian Kurz heissen.
Alfred-Horn


Und was genau ist schlecht an einem Leistungsgedanken, der natürlich auch für die Schule gilt??

Viele haben ungern unter Druck gelernt, sind jetzt aber froh, dass sie etwas gelernt haben.
Und wenn man dann ins Arbeitsleben einsteigt, ist auch nicht nur Wohlgefühl angesagt, sondern teilweise harte Arbeit. Wenn man das nie erfahren hat, wie soll man dann nach der Schule den Schalter umlegen können?
innu696
0

Herr Nowak vergisst zu erwähnen, dass der Geist von Kurz aber sowas von FPÖ ist und er mit den Ideen von Grüne oder Neos nicht kann.
meine meinung heute
2
Ich stimme Herrn Novak in vielen Punkten zu, aber dass man die Kinder nicht fragen soll was sie gelernt hätten, ist Unsinn. Wenn es bei der Schule nur noch um Wohlfühlen und Aufbewahrung geht, dann bitte nicht auf Kosten des Steuerzahlers. Gerade in einer Zeit wo mindequalifizierte Jobs verloren gehen ist qualitativ hochwertige Bildung ein *muss* und leistungsorientiertes Lernen ebenfalls.
carla_k
2

Ich habe Türkis gewählt, weil es ein Bruch mit der alten Rot-Schwarz ÖVP war. Wenn die ÖVP nun wieder zu dem zurück kehrt - und es sind starke Kräfte in der ÖVP die das wollen - , dann ist Kurz auch nur ein Spindelegger, Pröll etc.

Ich glaube das sehen sehr viele Wähler so.
Michael Hasenöhrl
3

Insgesamt ist weder in der Migrations- noch in der Klimapolitik eine Koalition von Kurz-ÖVP, Grünpartei und Neos sinnvoll. Was Kurz erfolgreich gemacht hat, ist seine konsequente Migrationspolitik, die er gerade auch plakatieren lässt, und diese ist nur mit der FPÖ fortsetzbar. Strache ist abgetreten, Hofer ein anderer Charakter. In der Salzburger Elefantenrunde hat Hofer mit Detailwissen zur Klimapolitik geglänzt. Ein gemeinsames Klimaprogramm von ÖVP und FPÖ ist plausibel. Kickl wird Klubobmann werden.
SubjektivGesehen
0
Vlt sieht das jemand so wie ich. Kurz&Co ist eine gefährliche Wahl weil die Industrie, Banken und Multimillionäre die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufmachen wollen um mehr Abhängigkeit und Macht zu bekommen.
Und Pamela & Co zu wählen klingt auch nicht wirklich gut weil sie dem unkontrollierten Zuzug und der uferlosen Misswirtschaft Tür und Tore öffnen. Mal abgesehen von Vorschriften für die Wirtschafttreibenden die den Standort gefährden und im schlimmsten Fall der Verstaatlichung und damit Enteignung von Vermögen.
Ich möchte schon wählen, aber so richtig habe ich zu niemand vertrauen.
hefri
7
Wirklich seltsam die FPÖ. Betteln um eine Koalition, obgleich Kurz die Bedingung längst genannt hat: der völlig unfähige und unsensible Kickl muss das Innenministerium verlassen. Das genau hätten sie ohne Neuwahlen haben können, wenn Kickl und die FPÖ akzeptiert hätten, dass Kurz der Regierungschef war. Nach der Wahl wird er es wieder sein, nur etwas gestärkt und ev. mir anderen Koalitionsmöglichkeiten, die er vorher nicht hatte. Kurz kann sich bei den FPÖ–Strategen bedanken, die sich selbst aus der Rolle geschossen haben die sie nach der Wahl wieder gern hätten.
Expertise
2

"Genug ist genug!" Das muss weiterhin gelten, Herr Kurz!
JB2016
1

Kurz hat weder das geistige Format noch genügend Erfahrung eine solche Koalition mit NEOS & Grünen zusammen zu bringen, geschweige denn eine solche mutig in die Zukunft zu führen
Ender Wiggin
3

Lieber Herr Nowak,
Kurz braucht also einen (oder zwei) Koalitionspartner, mit denen er den Klimawandel begegnen und eine Pensionsreform umsetzen kann? Dazu wäre doch einmal Voraussetzung, dass Kurz und die VP das wollen. Wie um alles in der Welt kommen SIe auf diese Idee?
Kurz und die VP haben in 1,5 Jahren Regierungszeit nichts, aber wirklich rein gar nichts in Richtung Klimawandelstopp und auch nichts, wirklich rein gar nichts in Richtung Pensionsreform unternommen. Kurz und die VP haben auch beide Themen im Wahlkampf ausgespart (bis auf ein paar belanglose Worthülsen wie "Klimawandel ist kein nationales, sondern europäischen bzw globales Problem - soll heißen: liebe Wähler, macht euch keine Gedanken um den Klimawandel, in ÖSterreich könn´ma eh nix wirksames machen)
Kinkata
11

"Warum sollte erfolgreich sein, was gerade krachend gescheitert ist?"

Weils nicht krachend gescheitert ist. Die Regierung war ziemlich beliebt beim Wähler und Ibiza hat wenig mit der Regierung selber zu tun.
Staubinger
4
Ich fürchte, dass eine türkis-grüne-pinke Regierung nicht lange halten würde. Und was nachher kommt, will ich gar nicht wissen.
hauswirth
5
Dass Rainer Nowak (im Unterschied zu Kurz) erkennt, welche politischen und inhaltlichen Veränderungen es braucht: gut möglich, da gehe ich mit.
Aber dass sich diese Veränderungen (nur und dann quasi automatisch) ergeben indem pink eine Koalition mit Grünen & Neos bildet - das ist eine extrem schräge Sicht der Dinge.
Frasier Crane
8

Herr Nowak sehnt etwas schreibend herbei, mal sehen ob die Oesterreicher das auch so wollen.
Als gluehender Anhaenger der Tuerkis Blauen Regierung hoffe ich, dass die geplanten Reformen weiter durchgefuehrt werden.........ich befuerchte jedoch dass Kurz wieder unter dem Druck seiner Landesfuersten einknicken wird.
franklin
3

Die relativ unveränderten Werte bei den Prognosen könnten natürlich ganz schlicht darauf zurück zu führen sein, dass immer mehr Menschen sich von dem ganzen medial befeuerten Theaterdonner, den lustigen Influencern, die die Foren überschwemmen, Schnitzel- , Druckerfestplatten und sonstigen Null-Themen, nicht mehr blenden lassen.
Weder die, die noch analog denken, noch die, die die Mechanismen der digitalen Blasen verstehen.

Die Parteien sind wie sie sind, unverändert zur letzten Wahl. Da hilft auch kein neu übergestreiftes Öko Mäntelchen oder neue Gesichter (Rendi-Wagner, Kogler, Meinl-Reisinger) an der Front.

Ps. Ich bin froh wenn dieser widerwärtige Wahlkampf vorbei ist.
nobody0006
3

Dem Klima wird es egal sein, welche Koalition es geben wird nach dem 29. September 2019!
Wilfried K.
2
Es gibt zwei Gründe wie Menschen mit Macht umgehen. Zum einen gibt es Frau Merkel, deren Bestreben es ist mit aller Gewalt an der Macht zu bleiben und dabei möglichst nichts zu ändern um ja nicht unpopulär zu werden. Es gibt auch Menschen wie Herrn Schröder, der seine Macht dazu verwendet hat, um Deutschland wirklich zu reformieren, dabei allerdings bewusst das Risiko eingegangen ist, unpopulär zu sein und seine Machtposition zu verlieren.

Wenn wir uns ansehen, was in der Regierung Kurz I passiert ist, sehe ich viele populistisch verwertbare Maßnahmen, die gut emotional angekommen sind (z.B. Familienbonus), richtigen Reformwillen gab es aber keinen. Kein Anpacken von Pensionsreform, keine grundlegende Abgabenquotensenkung, keine Neuausrichtung des Sozialstaates, ... leider wird Kurz wohl auch künftig den Merkel Weg gehen und Österreich damit unter ihm nicht wirklich zukunftsfit werden.
Landgraf
0

Die große Bombe platzt sicher noch bevor die nächste Regierung steht.
Bin neugierig wer dann übrigbleibt?
panos
2

ein Teil d Diskrepanz ist leicht erklärt: man schimpft, diskutiert, kritisiert nur beim Kreuzerl auf Umfragen oder bei der Wahl traut man sich dann doch nicht.....wäre es anders müsste die FPÖ gefühlt 35% bekommen...
love and order
2

Eine rot-grün-pinke Regierung ist meiner Meinung unrealistisch aufgrund der Umfragewerte kommen die nicht auf 50 %, vielleicht nicht mal 40 % in Summe.

Eine rot-blau-pinke/grüne Regierung ist meiner Meinung auch auszuschließen.

Somit ist eigentlich nur mehr die Frage mit wem Kurz eine Regierung bilden will. Ich verstehe und erwarte, dass er dies vor der Wahl nicht bekannt geben wird - wünschen tue ich mir trotzdem dies vorher zu wissen.
Onkelerich
8

Selten hat ein Spitzenkandidat vor einer Wahl so viele Grauslichkeiten von einer vereinigten Anti-Kurz-Oposition und von vielen skandalgeilen Medien erlebt, die alles gegen ihn auslegen bzw. konstruieren. Es kann noch viel geschehen in diesem stürmischen September. Trotz all dieser Hürden wird der nächste BK Sebadtian Kurz heissen.
Alfred-Horn
12

Und was genau ist schlecht an einem Leistungsgedanken, der natürlich auch für die Schule gilt??

Viele haben ungern unter Druck gelernt, sind jetzt aber froh, dass sie etwas gelernt haben.
Und wenn man dann ins Arbeitsleben einsteigt, ist auch nicht nur Wohlgefühl angesagt, sondern teilweise harte Arbeit. Wenn man das nie erfahren hat, wie soll man dann nach der Schule den Schalter umlegen können?
innu696
5

Herr Nowak vergisst zu erwähnen, dass der Geist von Kurz aber sowas von FPÖ ist und er mit den Ideen von Grüne oder Neos nicht kann.
meine meinung heute
9
Ich stimme Herrn Novak in vielen Punkten zu, aber dass man die Kinder nicht fragen soll was sie gelernt hätten, ist Unsinn. Wenn es bei der Schule nur noch um Wohlfühlen und Aufbewahrung geht, dann bitte nicht auf Kosten des Steuerzahlers. Gerade in einer Zeit wo mindequalifizierte Jobs verloren gehen ist qualitativ hochwertige Bildung ein *muss* und leistungsorientiertes Lernen ebenfalls.
carla_k
7

Ich habe Türkis gewählt, weil es ein Bruch mit der alten Rot-Schwarz ÖVP war. Wenn die ÖVP nun wieder zu dem zurück kehrt - und es sind starke Kräfte in der ÖVP die das wollen - , dann ist Kurz auch nur ein Spindelegger, Pröll etc.

Ich glaube das sehen sehr viele Wähler so.
teblcat
0

das denke ich auch
Errdstall
0

RotSchwarz ist nicht SchwarzRot, aber Herrn Kickl mag ich nicht.
kratzbaum
0

Das wird nicht passieren.
Alle in der ÖVP wissen, ohne Kurz sind die Stimmen von heute auf morgen halbiert.
Michael Hasenöhrl
11

Insgesamt ist weder in der Migrations- noch in der Klimapolitik eine Koalition von Kurz-ÖVP, Grünpartei und Neos sinnvoll. Was Kurz erfolgreich gemacht hat, ist seine konsequente Migrationspolitik, die er gerade auch plakatieren lässt, und diese ist nur mit der FPÖ fortsetzbar. Strache ist abgetreten, Hofer ein anderer Charakter. In der Salzburger Elefantenrunde hat Hofer mit Detailwissen zur Klimapolitik geglänzt. Ein gemeinsames Klimaprogramm von ÖVP und FPÖ ist plausibel. Kickl wird Klubobmann werden.
SubjektivGesehen
0
Vlt sieht das jemand so wie ich. Kurz&Co ist eine gefährliche Wahl weil die Industrie, Banken und Multimillionäre die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufmachen wollen um mehr Abhängigkeit und Macht zu bekommen.
Und Pamela & Co zu wählen klingt auch nicht wirklich gut weil sie dem unkontrollierten Zuzug und der uferlosen Misswirtschaft Tür und Tore öffnen. Mal abgesehen von Vorschriften für die Wirtschafttreibenden die den Standort gefährden und im schlimmsten Fall der Verstaatlichung und damit Enteignung von Vermögen.
Ich möchte schon wählen, aber so richtig habe ich zu niemand vertrauen.
nobody0006
1

Um die Schere zwischen Reich und Arm weiter zu öffnen braucht es keinen Kurz! Das macht die EZB mit ihrer Nullzinspolitik bzw. Negativzinspolitik, indem alle Sparer, alle künftigen Pensionsbezieher eine Menge Geld verlieren. Durch die Nullzinspolitik ist die Altersvorsorgen vieler Österreicher massivst gefährdet!! Das darüber in keiner Diskussionsrunde gesprochen wird, halte ich für einen gewaltigen Unsinn! Darüber verlieren die lieben Journalisten kein Sterbenswörtchen. Nur im deutschen Focus gab es einen interessanten Artikel: https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/kommentar-negativzinsen-sind-der-untergang_id_11026856.html
hauswirth
0
na, für Ihren letzten Satz werden Sie wohl breite Zustimmung ernten 😉
melipet
0

> unkontrollierten Zuzug und der
> uferlosen Misswirtschaft

Wie kommen Sie auf die Idee? Seit Haider ist die SP bzgl. Migration nach rechts gerückt (Löschnak, Schlögl), nicht zuletzt um den hiesigen Arbeitsmarkt zu schützen, und die Zuwanderungszahlen stagnieren bzw. führen dabei mit riesigem Abstand Zuwanderer aus benachbarten EU-Staaten, allen weit voran Dtld.
Und welche "uferlose Misswirtschaft" sehen Sie in diesem Land, einem der weltweit am besten funktionierenden Staaten, in dem nebstbei die ÖVP die einzige Partei ist, die seit >30 Jahren durchgängig in Regierungsverantwortung war?
hefri
11
Wirklich seltsam die FPÖ. Betteln um eine Koalition, obgleich Kurz die Bedingung längst genannt hat: der völlig unfähige und unsensible Kickl muss das Innenministerium verlassen. Das genau hätten sie ohne Neuwahlen haben können, wenn Kickl und die FPÖ akzeptiert hätten, dass Kurz der Regierungschef war. Nach der Wahl wird er es wieder sein, nur etwas gestärkt und ev. mir anderen Koalitionsmöglichkeiten, die er vorher nicht hatte. Kurz kann sich bei den FPÖ–Strategen bedanken, die sich selbst aus der Rolle geschossen haben die sie nach der Wahl wieder gern hätten.
Expertise
2

"Genug ist genug!" Das muss weiterhin gelten, Herr Kurz!
Nutzen
0

Genug ist genug:
1.) Endlich Aufklärung und Aufarbeitung des AG-Skandals
2.) Keine Leute mit "Nazikellern" auf türkisen Listen
3.) Rücktritt der Frau Claudia Schmidt für ihr rassistisches Posting
4.) Beendigung der Zusammenarbeit der ÖVP mit der Frau Mussolini in der EU
5.) Schluss mit intransparenter Spendenpolitik (Kurz hat mehr versprochen als Rechtskonformität und dafür zum Schein auch eine Spenderliste auf der Webseite geführt-alles gelogen)
6.) Kein Innenministerium in schwarzer Hand mehr.
7.) Rücknahme des Sobotka "Sicherheitspaket, dass gegen jegliche Forschung in dem Bereich geht und nutzlos ist.
8.) Rücknahme von Sobotkas lobender Aussage zu Chinas Überwachungsstaat.
9.) Entfernung Liedgutes mit dem man die FPÖ anpatzt auch aus den Büchern des CV
10.) Schluss mit Türkisen, die Leuten aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit eigenmächtig und rechtswidrig Hausbau oder Geschäftstätigkeiten verbieten.
kratzbaum
0

Jemand, der die Moral für sich gepachtet hat.
Amen.
heri3
0

Richtig, wir haben genug vom Blender kurz und seinen Spießgesellen!
JB2016
3

Kurz hat weder das geistige Format noch genügend Erfahrung eine solche Koalition mit NEOS & Grünen zusammen zu bringen, geschweige denn eine solche mutig in die Zukunft zu führen
knuth
1
es gibt aber keine Alternativen!!
spassbefreit
0
Wer geht freiwillig eine Dreierkoalition ein? Da muß die Not schon sehr groß sein!
Andreas.Paul
0

Ich kann diese unangemessen persönlichen Anwürfe schon nicht mehr hören!
Ich bin fast 60 und Sebastian Kurz ist seit Jahrzehnten der erste Politiker der Format hat. Er ist noch jung und sicher muss er sich auch noch entwickeln, aber seine Vorgänger waren in veralteten Denkmustern festgefahren und hatten auch keine persönliche Entwicklung hinter sich.
Ich wünsche ihm und uns über 50% damit er seine Ideen, die in der Bevölkerung auf mehrheitlich Zustimmung gestoßen sind, in einer Regierung ohne Störenfriede umsetzen kann! Und wir Wähler schauen in 5 Jahren ob uns das gefallen hat.
Ender Wiggin
4

Lieber Herr Nowak,
Kurz braucht also einen (oder zwei) Koalitionspartner, mit denen er den Klimawandel begegnen und eine Pensionsreform umsetzen kann? Dazu wäre doch einmal Voraussetzung, dass Kurz und die VP das wollen. Wie um alles in der Welt kommen SIe auf diese Idee?
Kurz und die VP haben in 1,5 Jahren Regierungszeit nichts, aber wirklich rein gar nichts in Richtung Klimawandelstopp und auch nichts, wirklich rein gar nichts in Richtung Pensionsreform unternommen. Kurz und die VP haben auch beide Themen im Wahlkampf ausgespart (bis auf ein paar belanglose Worthülsen wie "Klimawandel ist kein nationales, sondern europäischen bzw globales Problem - soll heißen: liebe Wähler, macht euch keine Gedanken um den Klimawandel, in ÖSterreich könn´ma eh nix wirksames machen)
nobody0006
0

Lassen Sie sich nicht beirren, dass ist die private Meinung des Herrn Nowak!
Andreas.Paul
0

Gegen den Klimawandel ist derzeit eh jeder und die, die in Migrationsangelegenheiten nach EU-Regeln schreien, möchten ihn in einem der kleinsten und saubersten Länder der Welt unbedingt national sofort lösen. Soll sein, aber bitte mit weniger Hysterie. Hysterie löst gar nichts.
Und was das Erhöhen des gesetzlichen Pensionsalters bringen soll, wenn die Wirtschaft die Leute mit 60 entlässt oder in die Frühpensionierung stößt, verstehe ich persönlich gar nicht. Mir scheint der Ansatz, erst das faktische Antrittsalter an das gesetzliche anzupassen deutlich sinnvoller zu sein.
Wie meist, erklärt der Schreiber des Artikels nicht, warum er da anderer Meinung ist.
Kinkata
17

"Warum sollte erfolgreich sein, was gerade krachend gescheitert ist?"

Weils nicht krachend gescheitert ist. Die Regierung war ziemlich beliebt beim Wähler und Ibiza hat wenig mit der Regierung selber zu tun.
Gurwig
0
Außer dass der Vizekanzler Protagonist auf Ibiza war und dort seine Bestechlichkeit demonstriert hat? Ist Ihnen die Verbindung aufgefallen?
Andreas.Paul
0

Das stimmt und führte auch dazu, dass die öffentliche und die veröffentlichte Meinung so stark divergieren.
Andererseits hat die FPÖ die Regierung aufgelöst weil sie an ihrem geliebten Herbert so stark hängt. Und der hat aus meiner Sicht gezeigt, dass Minister nicht der richtige Job für ihn ist.
Ohne die Erkenntnis, dass der Regierungschef sich die Leute Aussicht, die er brauchen kann, wurde es wohl nicht gehen. Die FPÖ hatte gute Ansätze aber die nötige Reife fehlt noch. Was wir brauchen, ist eine ÖVP Regierung. Ich hoffe, dass viele Leute, die seinerzeit andere Parteien gewählt haben, wissen, dass das jetzt im Moment die richtige Wahl wäre.
kratzbaum
0

Auf den Punkt gebracht!
Staubinger
7
Ich fürchte, dass eine türkis-grüne-pinke Regierung nicht lange halten würde. Und was nachher kommt, will ich gar nicht wissen.
SandraDavidFitz
11

Noch selten zuvor war die Diskrepanz zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung so weit auseinander wie im Wahlkampf 2019. Wahre Worte. Würde man die Twitter Blase und den Standard hernehmen, könnte man glauben, die ÖVP liege bei 10%. Ähnlich bei Krone und Österreich, nur vom anderen Lager runtergeschrieben. Es war aber schon 2017 ähnlich und auch vor der EU-Wahl und dann lag die ÖVP weit vorne, auf einem ähnlichen Wert, wie es die Umfragen prognostiziert haben. Ich bin gespannt, ob das diesmal wieder so ist.
matki
16

Noch 5 Jahr Kurz können wir uns nicht leisten.
Kurz hat die größte Budget Erhöhung Österreichs zu verantworten. Die Abgabenquote ist gestiegen und vor allem die Verwaltungsausgaben sind enorm gestiegen.
Und dann erzählt er uns von seiner neuen Politik des sparens und keiner neuen Schulden.
Wenn Taten und Worte so weit auseinander liegen handelt es sich einfach um keine wählbare Person.
Expertise
9

Eine "Budgeterhöhung" kann es nur geben, wenn die Steuereinnahmen entsprechend sind. Die gibt's wiederum nur wenn die Wirtschaft brummt. Und die brummt nur, wenn es eine Regierung gibt, die die richtige Politik macht. Danke Kurz, Löger...!
hauswirth
0
ok, aber Budget und Steuereinnahmen stehen in keinem so ursächlichen Zusammenhang wie Sie hier suggerieren...
melipet
0

Oh bitte, die Wirtschaft brummte in diesen 17 Monaten weltweit, selbst lt. IHS hätte Österreich bei blosser Fortführung des letzten Budgetplans (Mitterlehner, Kern) exakt dieselben oder bessere Ergebnisse eingefahren - das hat doch überhaupt nichts mit der unbedarften Kurzzeit-Politik dieser 17 Monate zu tun. Es ist wirklich lächerlich zu behaupten, dass das irgendwas mit der VP-FP-Regierung zu tun gehabt hätte. Sie überschätzen die Wirkungskraft der lokalen Politik eines Kleinlandes gehörig, insbesondere deren Möglichkeiten in nur 17 Monaten... Man muss ja schon fast ein evangelikaler Kurz-Anbeter sein, um das - wider besseres Wissen - zu glauben(!)...
hwolf13
1

Welche Abgabenquote hat den die Regierung Kurz erhöht? Ist mir da etwas entgangen?
pmxpt
1

Die Abgabequote ist gestiegen? Wo denn wann denn - na unter den Sozis. Das Budget ist ausgeglichen.
Bonjour
2
Alternativen? Mit Grün Rot Neos hätten wir einen Staat der Verbote und Beschränkungen. Das ist nicht nach meinem Geschmack.
trodat
18

Der glühende ÖVP Redakteur, wahrscheinlich ein Wahlhelfer , der Artikel is einfach ein Scherz.
irrsinn
12
Falsch, der Artikel ist ausgewogen und gut
stefanu7215
5
Das sehe ich nicht so!
Herr Novak hat in seinem sehr guten Kommentar Varianten aufgezeigt, die in einer langen „wahlfreien Periode“ tatsächlich als Weiterentwicklungswege ergeben könnten. Der aktuelle Stillstand von Ideologie und Intelligenz kann ja gar nicht andauern - und darf es nicht.
Staubinger
58
Was Kurz in seiner bisherigen Kanzlerzeit zu leisen und zu verändern suchte, ist enorm.
Was man ihm bisher alles in den Weg gelegt hat, dass er erfolgreich weiterregiert, ist allerdings auch enorm.
MichaelOhnewas
3

Politik ist kein Ponyhof.
Petra.sigrist
1

Was hat er denn erreicht? Zweimal verfrühte Neuwahlen, dazwischen eine Polarisierung der Gesellschaft und ein paar niederträchtige Gesetze. Als Staatssekretär war Kurz innovativ. Als Kanzler ist er gescheitert.
Wilhelm Biener
0

Sehr geschätzte Frau Sigrist,
wenn Sie ernsthaft wissen wollen, von wo die Polarisierung der Gesellschaft in Wahrheit ausgeht, empfehle ich Ihnen nur die Lektüre Ihrer eigenen Posting-Historie.

Mit dem sehr umgänglichen und lösungsorientierten Sebastian Kurz hat das nämlich nur indirekt - also in Person seiner unversöhnlichen GegnerInnen - zu tun .
Starmedia
0

was soll da enorm sein?

Mit einer entsprechenden Mehrheit ausgerüstet hat er ein paar Gesetzt gemacht, die unter Rot/Schwarz nicht möglich waren, da die Mehrheit gefehlt hat.
Also was jetzt daran so hervorragend sein soll, ist mir schleierhaft!

Allerdings welch enormen Schaden er mit den Ibizaboys und deren rechtsrechter Neigungsgruppe angerichtet hat, der ist tatsächlich enorm!
alexander.may
0

Was wollte er denn verändern und was hat er tatsächlich geleistet? Außer etwas Hetze gegen Minderheiten und wohlklingende Phrasen -im Grunde nichts. Ich verstehe nicht, dass sich die österreichischen Wähler so leicht verblenden lassen!
Allerdings, wie hat Mark Twain so schön gesagt: "Es ist leichter jemanden zu täuschen, als davon zu überzeugen, dass er getäuscht wurde..."
panos
0

nur war die treibende Kraft nicht Kurz....
petermarvin
0

zu ihrem ersten Satu kann man zustimmen wenn sie den Koalitionspartner dazu nehmen
ihr zweiter Satz jedoch hat einen Schönheitsfehler denn Hr. Kurz verursachte
durch sein Vorgehen wo er defacto eine Alleinregierung installierte seine Abberufung als BK selbst
POKORNYEG
28

Ich hoffe, der Weg der Erneuerung geht weiter, also ohne Regierungsbeteiligung von SPÖ und FPÖ.
Zwischenrufer.at
1

Erklären Sie mir bitte die "Erneuerung".
nachcaixa
0

Wie sollte das ohne FPÖ möglich sein, denn in dieser Konstellation liegen für Kurz die meisten Übereinstimmungen, ohne dass sich am gegenseitigen Grund-verständnis etwas ändern müßte.
Türkis und Blau hatten ihre ver-einbarten "Weideflächen"mit den zugehörigen Freiheiten.
Visionen für eine zukunftstaugliche Gesellschaftspolitik waren halt retrovertiert- einfachheitshalber.
Kerberos
0

das wäre also eine Absolute für Kurz!
Weil die anderen sind absolut unrealistisch
ks2801
69
"Die Österreicher wählen anders, als das viele Publizisten gerne hätten"
Genau. Und der beste Satz seit langem.
damirez
8

Hut ab, guter Kommentar, Hr.Nowak!
Kurz ist aber als lupenreiner Rechtspopulist leider der falsche Mann in der richtigen Position.
Jemand mit Weitblick, Konsensfähigkeit, Ideen und der notwendigen Erfahrung und adäquater Bildung wäre geeignet, so eine Koalition zu formen und Oe in eine schöne Zukunft zu führen.
nachcaixa
0

In Ermangelung solcher Persönlichkeiten bekommt dieses Land wieder, was es verdient. Und die Horizonte der Parteikandidaten haben wir ausreichend kennen-gelernt....
Podrasky
0
Wer verfügt denn über den erforderlichen Weitblick? Die Kanzler Faymann und Kern haben ihn m. M. nach vermissen lassen. Frau Wagner trau ich diese Erfordernisse auch nicht zu.
dtitus
11

auf die Umfragewerte der türkisen Bewegung nach Eingehen der pinkgrünen Koalitionsvariante bin ich schon gespannt.
nachcaixa
2

Es gibt diese Wünsche von Redak-teuren, doch nach bisherigen Par-teipositionierungen und der türk-isen Ideologiefreiheit liegt die Neuauflage der letzten Koalition einfachheitshalber recht nahe. Die EU hat keine Handlungsfähigkeit bei allen Migrationsthemen, und es gibt EU-weit keinen sachlich- ehr-lichen Zugang zu den bestehenden Gesellschaftsproblemen.
Jede neue Koalitionsvariante würde dem türkisen Apparat bisher nie gezeigtes Entwicklungspotenzial abverlangen, weshalb dies auch nicht erwartbar scheint. Kurz ist eloquenter und routinierter geworden, er ließ bisher allerdings keine GLAUBWÜRDIGE Weiter-entwicklung erkennen....
‹zurück Seite Drucken
 

Bereitstellungszeit : 0.301 Sekunden | SQL: 7 | made by powerweb99.at