SFH-13818  Trinkwasser aus der Luft: Neue Technologie gegen Wasserknappheit - Der Standard  10. November 2016, 09:51
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Eine Innovation aus den USA könnte eine günstige Alternative sein, um Trinkwasser zu gewinnen. Dazu wird aus Luft Wasser gewonnen. Eine externe Energiequelle ist nicht nötig. So könnten pro Gerät täglich bis zu 37 Liter Wasser gewonnen werden -

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Trinkwasser aus der Luft: Neue Technologie gegen Wasserknappheit 10. November 2016, 09:51 44 Postings Eine Innovation aus den USA könnte eine günstige Alternative sein, um Trinkwasser zu gewinnen. Dazu wird aus Luft Wasser gewonnen. Eine externe Energiequelle ist nicht nötig. So könnten pro Gerät täglich bis zu 37 Liter Wasser gewonnen werden Das US-amerikanisches Unternehmen VICI Labs könnte mit einer Innovation das Problem der Wasserversorgung und -verteilung in Regionen ohne ausreichenden Zugang zu Trinkwasser lösen. Gemeinsam mit der Universität Berkeley und der National Peace Corps Association hat die Innovationsschmiede ein Gerät mit dem Namen WaterSeer ("Wasser-Seher" oder "Wasser-Weissager") entwickelt, das durch Kondensation aus der Atmosphäre sauberes Wasser gewinnt. Das Novum bei dem altbekannten Konzept: Im Gegensatz zu ähnlichen Modellen benötigt WaterSeer zur Wassergewinnung weder zusätzlich zugeführte Energie noch Chemikalien. "Eine der Hauptaufgaben von Frauen und Kindern in manchen Regionen der Welt ist die Beschaffung von Wasser. Sie müssen oft kilometerlange Strecken zurücklegen, für die Stunden benötigt werden, um Wasser für ihre Familien zu besorgen. Dieses Wasser hat meist alles andere als Trinkwasserqualität", erklärt Nancy Curtis, die gemeinsam mit Don Zacherl VICI Labs gegründet hat, den Hintergrund des Projekts. Vergleichbare Konstruktionen, die auf der Kondensation von Luftfeuchtigkeit basieren, benötigen viel Energie zur Kühlung – konventionell oft in Form von Dieselgeneratoren zugeführt – oder eine Atmosphäre mit hoher Luftfeuchte, um eine vergleichbare Wassermenge herstellen zu können. Gerät nutzt Temperaturen Das Gerät von VICI Labs stützt sich hingegen auf die Temperaturdifferenz zwischen der Atmosphäre und dem kühleren Erdreich und kann auch bei trockeneren Bedingungen Wasser gewinnen. Die Funktionsweise von WaterSeer ist dabei alles andere als komplex: Das Gerät besteht im Wesentlichen aus einem Rohr mit einer Auffangkammer am unteren Teil und einer kleinen Windkraftanlage am oberen Teil. Die Konstruktion wird rund zwei Meter tief in den Boden vergraben. Mit etwas Wind funktioniert das Gerät am effizientesten: Er treibt das von außen deutlich erkennbare Windrad am oberen Ende des Rohres an, das wiederum einen Propeller im Inneren des Rohres antreibt und so beständig Luft nach unten leitet. Aufgrund der kühleren Temperaturen unter der Erde kühlt die nach unten geleitete Luft ab und lässt die enthaltene Luftfeuchtigkeit kondensieren. Selbst bei Windstille wird allein durch den Temperaturunterschied zwischen Erdoberfläche und Erdreich durch natürliche Konvektion Wasser hergestellt – wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß. Die kondensierten Wassertröpfchen werden in dem unterirdischen Wasserreservoir gesammelt. Mithilfe einer Pumpe wird das Wasser nach oben gepumpt – bis zu 37 Liter pro Tag wie erste Feldversuche in halbtrockenem Klima zeigen, laut VICI Labs eine Verzehnfachung gegenüber anderen Designs. "Die ersten Modelle gewannen lediglich rund 1,5 Liter sauberes Wasser pro Tag. Durch Verbesserungen des Designs gemeinsam mit unseren Partnern konnten wir die Menge vervielfachen", sagt Curtis. Sauberer als Regenwasser Das von WaterSeer hergestellte Wasser ist dabei sauberer als Regenwasser, das in vielen Teilen der Erde als Trinkwasser verwendet wird. Denn durch die bodennahe Kondensation werden entscheidende Entstehungsprozess von saurem Regen umgangen. Regenwasser kann überdies auf dem Weg zur Erdoberfläche Schmutzpartikel aufnehmen oder ist auch später bei längerer Lagerung in Regenauffangbecken verstärkt der Gefahr einer Verunreinigung ausgesetzt. Ein zusätzlicher Filter im WaterSeer hält Schmutz und Insekten ab. "Die rund drei Meter lange und 25 Kilo schwere Konstruktion ist einfach zu reinigen und leicht genug, um von einer oder zwei Personen örtlich versetzt zu werden, falls notwendig. Wir legen ein besonderes Augenmerk auf die Einfachheit bei der Herstellung, Installation und Instandhaltung um vor Ort möglichst problemlos zu funktionieren – dies alles bei größtmöglicher Effizienz, so VICI Labs Mitbegründer Don Zacherl. WaterSeer wurde von VICI Labs als Non-Profit Initiative entwickelt. Das Ziel der noch laufenden Crowdfunding-Kampagne, umgerechnet rund 70.000 Euro einzunehmen, ist längst erreicht. Innerhalb des ersten Monats hat das Unternehmen bereits mehr als 182.000 Euro gesammelt. Wer innerhalb der USA rund 122 Euro spendet, erhält später ein Modell geschenkt. Für jedes gespendete oder gekaufte Modell wird ein weiteres Gerät via Non-Profit-Organisationen an Menschen gespendet, die es am dringendsten benötigen. In den nächsten sechs Monaten soll der neu entwickelte Prototyp überarbeitet und nochmals in Feldversuchen getestet werden. Die ersten Auslieferungen der Geräte sind für 2017 geplant. (Ursula Schersch aus Boston, 10.11.2016) http://waterseer.org - derstandard.at/2000047159222/Trinkwasser-aus-der-Luft-Neue-Technologie-gegen-Wasserknappheit
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Trinkwasser aus der Luft: Neue Technologie gegen Wasserknappheit

10. November 2016, 09:51
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Eine Innovation aus den USA könnte eine günstige Alternative sein, um Trinkwasser zu gewinnen. Dazu wird aus Luft Wasser gewonnen. Eine externe Energiequelle ist nicht nötig. So könnten pro Gerät täglich bis zu 37 Liter Wasser gewonnen werden

Das US-amerikanisches Unternehmen VICI Labs könnte mit einer Innovation das Problem der Wasserversorgung und -verteilung in Regionen ohne ausreichenden Zugang zu Trinkwasser lösen. Gemeinsam mit der Universität Berkeley und der National Peace Corps Association hat die Innovationsschmiede ein Gerät mit dem Namen WaterSeer ("Wasser-Seher" oder "Wasser-Weissager") entwickelt, das durch Kondensation aus der Atmosphäre sauberes Wasser gewinnt. Das Novum bei dem altbekannten Konzept: Im Gegensatz zu ähnlichen Modellen benötigt WaterSeer zur Wassergewinnung weder zusätzlich zugeführte Energie noch Chemikalien.

"Eine der Hauptaufgaben von Frauen und Kindern in manchen Regionen der Welt ist die Beschaffung von Wasser. Sie müssen oft kilometerlange Strecken zurücklegen, für die Stunden benötigt werden, um Wasser für ihre Familien zu besorgen. Dieses Wasser hat meist alles andere als Trinkwasserqualität", erklärt Nancy Curtis, die gemeinsam mit Don Zacherl VICI Labs gegründet hat, den Hintergrund des Projekts. Vergleichbare Konstruktionen, die auf der Kondensation von Luftfeuchtigkeit basieren, benötigen viel Energie zur Kühlung – konventionell oft in Form von Dieselgeneratoren zugeführt – oder eine Atmosphäre mit hoher Luftfeuchte, um eine vergleichbare Wassermenge herstellen zu können.

Gerät nutzt Temperaturen

Das Gerät von VICI Labs stützt sich hingegen auf die Temperaturdifferenz zwischen der Atmosphäre und dem kühleren Erdreich und kann auch bei trockeneren Bedingungen Wasser gewinnen. Die Funktionsweise von WaterSeer ist dabei alles andere als komplex: Das Gerät besteht im Wesentlichen aus einem Rohr mit einer Auffangkammer am unteren Teil und einer kleinen Windkraftanlage am oberen Teil. Die Konstruktion wird rund zwei Meter tief in den Boden vergraben. Mit etwas Wind funktioniert das Gerät am effizientesten: Er treibt das von außen deutlich erkennbare Windrad am oberen Ende des Rohres an, das wiederum einen Propeller im Inneren des Rohres antreibt und so beständig Luft nach unten leitet. Aufgrund der kühleren Temperaturen unter der Erde kühlt die nach unten geleitete Luft ab und lässt die enthaltene Luftfeuchtigkeit kondensieren.

Selbst bei Windstille wird allein durch den Temperaturunterschied zwischen Erdoberfläche und Erdreich durch natürliche Konvektion Wasser hergestellt – wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß. Die kondensierten Wassertröpfchen werden in dem unterirdischen Wasserreservoir gesammelt. Mithilfe einer Pumpe wird das Wasser nach oben gepumpt – bis zu 37 Liter pro Tag wie erste Feldversuche in halbtrockenem Klima zeigen, laut VICI Labs eine Verzehnfachung gegenüber anderen Designs. "Die ersten Modelle gewannen lediglich rund 1,5 Liter sauberes Wasser pro Tag. Durch Verbesserungen des Designs gemeinsam mit unseren Partnern konnten wir die Menge vervielfachen", sagt Curtis.

Sauberer als Regenwasser

Das von WaterSeer hergestellte Wasser ist dabei sauberer als Regenwasser, das in vielen Teilen der Erde als Trinkwasser verwendet wird. Denn durch die bodennahe Kondensation werden entscheidende Entstehungsprozess von saurem Regen umgangen. Regenwasser kann überdies auf dem Weg zur Erdoberfläche Schmutzpartikel aufnehmen oder ist auch später bei längerer Lagerung in Regenauffangbecken verstärkt der Gefahr einer Verunreinigung ausgesetzt.

Ein zusätzlicher Filter im WaterSeer hält Schmutz und Insekten ab. "Die rund drei Meter lange und 25 Kilo schwere Konstruktion ist einfach zu reinigen und leicht genug, um von einer oder zwei Personen örtlich versetzt zu werden, falls notwendig. Wir legen ein besonderes Augenmerk auf die Einfachheit bei der Herstellung, Installation und Instandhaltung um vor Ort möglichst problemlos zu funktionieren – dies alles bei größtmöglicher Effizienz, so VICI Labs Mitbegründer Don Zacherl.

WaterSeer wurde von VICI Labs als Non-Profit Initiative entwickelt. Das Ziel der noch laufenden Crowdfunding-Kampagne, umgerechnet rund 70.000 Euro einzunehmen, ist längst erreicht. Innerhalb des ersten Monats hat das Unternehmen bereits mehr als 182.000 Euro gesammelt.

Wer innerhalb der USA rund 122 Euro spendet, erhält später ein Modell geschenkt. Für jedes gespendete oder gekaufte Modell wird ein weiteres Gerät via Non-Profit-Organisationen an Menschen gespendet, die es am dringendsten benötigen. In den nächsten sechs Monaten soll der neu entwickelte Prototyp überarbeitet und nochmals in Feldversuchen getestet werden. Die ersten Auslieferungen der Geräte sind für 2017 geplant. (Ursula Schersch aus Boston, 10.11.2016)

» http://waterseer.org

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Interessante Postings

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» vor einer Stunde
Ein kleines Geschenk für waterseer.org

» http://www.air2000.de/Nutzliches/Hx…luft-a.gif

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Hoax

Schön, dass in den bisherigen Kommentaren ein kritischer Geist herrscht. Diesen würde ich mir von Frau Schersch auch erwaten. Der Waterseer ist ungefähr so seriös wie Grander, nur das der Betrug wirklich darin mündet kein Wasser zu haben.

» https://www.youtube.com/watch?v=LVsqIjAeeXw

Wer immer noch Glaubt, dass kleine einfache Erfindungen die fundamentalen Probleme unserer Menschheit lösen werden, der ist eigendlich zu Bemitleiden.


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» vor einer Stunde
(._.)

Damit sind sie nicht alleine:
» https://youtu.be/pen6dBszLgA

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2m unter der Erde hat es bei uns in vielen Gegenden schon konstant unter 10°

Das ist in der regenarmen Zeit meist mindestens 10° unter der Tageslufttemperatur.
Und in Afrika wird diese Differenz (und nur darauf kommt es an) wohl auch leicht erreicht. Vor allem bei Lufttemperaturen von 30° oder mehr.

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Also bei einer 100%igen Ausbeute...

...müsste es 37.000m³ umwälzen um 37l Wasser zu bekommen.
Für diese Luftmengen bräuchte man zwar so einen Ventilator hier, aber mit viel Magie kann es auch der Waterseer.
» http://www.oezwerk.de/DRB-250-2K

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Also bei einer 100%igen Ausbeute...

...müsste es 37.000m³ umwälzen um 37l Wasser zu bekommen.
Für diese Luftmengen bräuchte man zwar so einen Ventilator hier, aber mit viel Magie kann es auch der Waterseer.
» http://www.oezwerk.de/DRB-250-2K


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» vor 2 Stunden
0 1
Das Ding ist ein Schwindel!

Wenn es 37l pro Tag kondensieren würde, dann würde es mit der frei werdenden Kondesationswärme ca. 4 Kubikmeter Boden pro Tag von 10 auf 30° erwärmen. Die Wärmeleitfähigkeit des Erdbodens ist viel zu gering, um diese Energie rechtzeitig abzuführen.
Siehe zB: » https://www.youtube.com/watch?v=LVsqIjAeeXw Hier wird das Problem mit thermischen Berechnungen und Klima-Jahresdaten ausführlich beschrieben.
oder: » https://www.youtube.com/watch?v=P7bUgmKOvsE (dieses Video habe ich noch nicht angesehen)


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Sie meinen also, dass die Kondensationswärme von 37l Wasserdampf,

der um 20° abgekühlt wird, ausreicht, um das hundertfache Volumen (und mindestens zweihundertfache Masse) an Erdreich um 20° zu erwärmen?
Warum eigentlich heizen Sie Ihr komplettes Haus nicht mit einem Tauchsieder in einem Blechkübel? Denn umgekehrt müsste es ja auch funktionieren....


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» st ok » vor 2 Stunden
1 11
Das Ding ist Bullshit

Vielleicht ein bischen Recherche bevor man Marketingbehauptungen nachbetet:

» https://www.youtube.com/watch?v=LVsqIjAeeXw

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Noch einfacher: simulieren/rechnen.

» https://www.youtube.com/watch?v=P7bUgmKOvsE

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» https://www.google.at/search?q=Wate…mp;bih=578

was eher ein Problem ist, dass die Luftfeuchtigkeit vielerorts (vor allem nach längerer Trockenheit) niedrig ist. Nun habe ich eine Tagestemperatur von 35°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 30%. Da benötige ich schon eine Erdtemperatur von unter 15°C damit sich Nebel bilden anfängt im Behälter- so etwas spielt es aber nicht in den trockenen Wüstengebieten.

Das Ding wird schon seine Anwendung finden, nur Wunderdinge braucht man auch nicht erwarten. So besonders günstig wird das Ding dann vermutlich auch nicht sein (Leistungsbezogen).



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