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Bange Stunden in Lavamünd, wie schon 2012 werden 65 Personen aus dem Ortszentrum evakuiert.


Sonntagnachmittag fahren Stapler mit Sandsäcken am Marktplatz von Lavamünd. Die Kärntner Gemeinde bereitet sich wegen anhaltender Regenfälle auf ein drohendes Hochwasser vor. „Wir haben viele Hauseingänge mit Sandsäcken abgedichtet, eine Tischlerei sowie eine Kfz-Werkstatt haben wir geräumt", sagt Feuerwehrkommandant Hannes Kienberger. Das Inventar eines Kaufhauses wird gerade von den Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht.

Die Einsatzkräfte rechnen nach Wetterprognosen mit der Überflutung am Montag, ein 30- bis 100-jährliches Hochwasserereignis wird befürchtet. Ein Bezirkskrisenstab der Feuerwehr wurde eingerichtet, die Stimmung ist in der Kärntner Gemeinde sehr angespannt. „Viele haben noch immer nicht alles von der Hochwasserkatastrophe 2012 aufgearbeitet", sagt Kienberger.

 

Am 5. November 2012 stand der Marktplatz zwei Meter unter Wasser. „Morgen werden wir wieder 65 Personen evakuieren. Es sind dieselben, die 2012 schon ihre Häuser verlassen mussten." Die Flut richtete damals rund 6,5 Millionen Euro Schaden an. Es gab Schuldzuweisungen, dass der Verbund zu langsam reagiert habe, um die Schleusen der Wasserkraftwerke zu öffnen. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt (StA) ermittelte wegen „Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung". Erst im Mai 2018 wurde das Verfahren durch einen Vergleich eingestellt.

Bereits Samstagabend hat der Verbund die Wasserpegel in den Stauseebecken in Edling, Ferlach und im Bereich der Annabrücke auf Niedrigststand gesenkt. Sprecher Robert Zechner: „Besonders niedrig ist der Pegelstand in Edling, um die Überflutung von Lavamünd so gering wie möglich zu halten."

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„Unklar ist aber, wie viel wir mit den Maßnahmen auffangen werden können“, sagt SP-Landesrat Daniel Fellner bei einer Krisensitzung am Sonntag. Die ZAMG teilte mit, dass bis 9 Uhr die Spitze der Niederschläge mit rund 190 Millimeter bei der Wetterstation Kötschach-Mauthen, Bezirk Hermagor, gemessen wurde. Hier habe es in 24 Stunden so viel geregnet, wie sonst im ganzen Oktober.

Auch in Salzburg haben große Regenmengen zu hohen Pegelständen geführt.

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