SFH-141193 Mehr als 40 Tote nach Dammbruch in Kenia, Die Presse 10.05.2018 um 16:32

Ganze Häuser wurden den Behörden zufolge fortgespült. Das Unglück ereignete sich 150 Kilometer nördlich von Nairobi.

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Bei einem Dammbruch im Zentrum von Kenia sind mindestens 47 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurden bei dem Unglück am Solai-Staudamm nahe der Stadt Nakuru rund 150 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi ganze Häuser durch die Wassermassen weggespült. Viele Bewohner wurden demnach im Schlaf überrascht.

Der regionale Polizeichef Gideon Kibunjah sagte, der Staudamm zehn Kilometer nördlich von Nakuru sei am Mittwochabend gebrochen. Mehrere Dutzend Menschen wurden nach seinen Angaben in Krankenhäuser gebracht.


Ein ranghoher Polizeibeamter sagte am Unglücksort, Rettungskräfte hätten die ganze Nacht über nach Vermissten gesucht. Elf schlammbedeckte Leichen seien auf einer Kaffeeplantage gefunden worden. Es handle sich möglicherweise um Menschen, die zunächst fliehen konnten, es dann aber nicht schafften, sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten seien Frauen, Kinder und ältere Menschen.

Das kenianische Rote Kreuz schätzte, dass 500 Familien von dem Unglück betroffen seien. Rund um Nakuru, Kenias viertgrößte Stadt, wurden mehrere Dörfer Opfer der Katastrophe.

Die Regenzeit in Kenia fällt in diesem Jahr nach drei Jahren Trockenheit besonders heftig aus. Überall im Land gab es in den vergangenen Wochen Überschwemmungen und Erdrutsche. Die Regierung hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass mehr als 220.000 Menschen von den Überschwemmungen in die Flucht getrieben worden seien.

(APA/AFP)


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