SFH-141171 Länge und Baubeginn für A3-Lärmschutz strittig,  Thomas Orovits ( kurier.at ) Erstellt am 30.03.2016

Asfinag hält einen Kilometer für okay, Bürgerinitiative pocht auf 3,7 Kilometer Länge ab 2017.

https://kurier.at/chronik/burgenland/laenge-und-baubeginn-fuer-a3-laermschutz-strittig/189.957.956




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Lärmschutzwand entlang der Südostautobahn (A3) mit täglich rund 33.000 Fahrzeugen ein Stück nähergekommen. Am Ziel ist die vor einem Jahr gegründete Bürgerinitiative (BI) noch lange nicht. Nach einem Treffen zwischen Vertretern von BI und Autobahngesellschaft Asfinag steht zwar die Notwendigkeit einer Lärmschutzwand außer Streit, im Detail liegen zwischen BI und Asfinag Autobahn-Kilometer. "Unser Ziel ist ein voller Lärmschutz mit einer vier Meter hohen Wand auf einer Länge von 3,7 Kilometern", deponiert BI-Sprecher Thomas Glock. Die Wand entlang der Fahrtrichtung Wien solle auf Höhe des Feuerwehrhauses Großhöflein beginnen und bei der Eisenbahnbrücke Müllendorf enden. 90 Prozent der Siedlungsfläche in Großhöflein und ein Großteil der Siedlungen in Müllendorf befänden sich in der gesundheitsgefährdenden Zone bis 50 Dezibel nächtlicher Lärmbelastung, verweist Glock auf eine umweltmedizinische Stellungnahme im Auftrag des Umweltanwalts. Deshalb gebe es dringenden Handlungsbedarf, "spätestens 2017" soll die Wand stehen, drängt Glock.

Finanzierung offen

Eine detaillierte Untersuchung zeige, "dass zum Schutz von Großhöflein eine Lärmschutzmaßnahme mit einer Länge von rund 1000 Metern erforderlich ist", bremst Asfinag-Teamleiter Clemens Mayr. In den übrigen Bereichen sei "aufgrund des großen Abstandes der Häuser zur A3 eine Lärmschutzwand nur sehr gering wirksam, eine Umsetzung daher nicht sinnvoll". Erst 2019 soll die Wand im Zuge einer geplanten Fahrbahndeckensanierung aufgestellt werden – wenn die Gemeinde Großhöflein mitfinanziert. 15 Prozent der rund 800.000 Euro für einen Lärmschutzwand-Kilometer müsste die Gemeinde berappen. Das sei derzeit "nicht möglich", bedauert SPÖ-Bürgermeister Heinz Heidenreich. Die Sanierung von Volksschule und Kindergarten gingen vor. Er hofft, dass das Land einspringt. Dort hält man derlei Überlegungen aber derzeit noch für viel zu früh. Die BI macht indes Druck, Ende der Woche ist eine Kundgebung geplant. Ob an oder auf der Autobahn, lässt Glock noch offen.

( kurier.at ) Erstellt am 30.03.2016



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