SFH-141172  Bürgerinitiative Großhöflein - Lärmschutz · 5. April 2018 um 13:52, Kommentar Dr. Lederbauer vom 12.4.2018

Am Dienstag gab es ein weiteres Treffen mit der ASFINAG im Beisein unseres Anwalts Dr. List - wir haben den Dialog mit der ASFINAG nun abgebrochen.

https://www.facebook.com/B%C3%BCrgerinitiative-Gro%C3%9Fh%C3%B6flein-L%C3%A4rmschutz-805693239520281/

Am Dienstag gab es ein weiteres Treffen mit der ASFINAG im Beisein unseres Anwalts Dr. List - wir haben den Dialog mit der ASFINAG nun abgebrochen.

Die ASFINAG weigert sich weiterhin, sogar die dringend notwendige Lärmschutzwand von einem Kilometer ohne eine Mitfinanzierung anderer zu errichten.

Seitens der Gemeinden gab es dazu bisher auch keine Finanzierungszusage an die ASFINAG.

Wir als Bürgerinitiative verstehen sehr wohl, dass Pseudoschutzmaßnahmen für die Bevölkerung von den gewissenhaften burgenländischen Politikern nicht mitgetragen werden.

Es hat sich auch im Zuge des Gespräches mit der ASFINAG herausgestellt, dass ausschließlich mit einer Einhausung die Lärmbelastung reduziert werden kann.

Die ASFINAG hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen es nicht ermöglichen, den lärmgeplagten Menschen in Großhöflein und Müllendorf ausreichenden Schutz vor Lärm zu gewährleisten.

Deshalb steht für uns fest, dass die diesbezüglichen Richtlinien bzw. Anweisungen bzgl. der ASFINAG im Sinne des Schutzes der Gesundheit von Menschen geändert werden müssen.

Es ist daher naheliegend den verantwortlichen Politikern dieses offensichtliche Regelungsdefizit aufzuzeigen, wobei wir davon ausgehen, dass diesbezügliche Änderungen auch stattfinden
werden. Schutz der Gesundheit von Menschen ist wichtiger, als Straßen zu betreiben oder neu zu bauen.

Wir wenden uns in der Folge hilfesuchend an Herrn Minister Ing. » Norbert Hofer sowie an den Landesrat für Straßenbau Mag. » Hans Peter Doskozil.

Jetzt sind ausschließlich Politiker am Zug, um den lärmgeplagten Bürgern in Großhöflein und Müllendorf zu helfen. Die ASFINAG wird es jedenfalls nicht machen.

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Kommentar Dr. Lederbauer vom 12.4.2018


Dieser Medienartikel und die aufgezeigten Stellungnahmen sind von besonderer Bedeutung. Ich gebe zu den einzelnen Punkten meine - konstruktiv gemeinten - Kommentare ab:



Zu. " ...Wir als Bürgerinitiative verstehen sehr wohl, dass Pseudoschutzmaßnahmen für die Bevölkerung von den gewissenhaften burgenländischen Politikern nicht mitgetragen werden... "

Bekanntlich verursacht der Lärm massive Gesundheitsschäden.
Vgl.:


» SFH-13695 Stress, Herzinfarkt und Tinnitus: Unterschätztes Umweltgift Lärm (2), 27.07.2014 | 18:23 | Gudula Walterskirchen (Die Presse)
Lärm ist kein Randthema, mehr als drei Millionen Österreicher sind betroffen. Die zunehmende Lärmbelastung hat massive gesundheitsschädliche Auswirkungen.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=413&aid=8650&page=1


Erstmals wird von einer Bürgerinitiative in sehr deutlichen Worten von " Pseudoschutzmaßnahmen für die Bevölkerung " gesprochen. Damit sind offensichtlich   konventionelle  Lärmschutzkonstruktion gemeint.
 
Bei den bisher errichteten Lärmschutzkonstruktionen stellt sich die Frage, ob es sich hiebei nicht um eine Verschleuderung öffentlicher Mittel in bisher ungeahntem Ausmass handelt.

- Konventionelle Lärmschutzkonstruktionen aus geflochtenen, imprägnierten  Holzlatten müssen nach Jahren wieder abgebrochen, teuer entsorgt und wiedererrichtet werden.

Vgl.:




Auf das Problem des mangelhaften Lärmschutzes wurde von uns gegenüber den politischen Entscheidungsträgern immer wieder hingeweisen:

Vgl.:

» SFH-13706 e mail Dr. Lederbauer an Bundeskanzler Mag. Kern vom 17.7.2016
Ich möchte Sie auf einen Bereich aufmerksam machen, der in Österreich noch immer ein grosses ungelöstes Problem darstellt:
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=413&aid=8661&page=1

bzw.

» SFH-13784 E mail Dr. Lederbauer an Bürgerservice des BKA vom vom 9.9.2016
» 11.29 Uhr
ich danke Ihnen für Ihr Schreiben von 26.7.2016, in dem Sie mir als Ansprechpartner für das Thema " Lärmschutz " das Bundesministerium für Verkehr, Innvation und Technologie nennen.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=392&aid=8774&page=

bzw.

» SFH-13774 E mail Dr. Lederbauer an BM Leichtfried vom 17.7.2016 18.42 Uhr
Ich möchte Sie neuerlich auf einen Bereich aufmerksam machen, der in Österreich, auch in Kärnten noch immer ein grosses ungelöstes Problem darstellt: Der Lärmschutz entlang von Verkehrswegen.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=413&aid=8764&page=


Offensichtlich hat man das Problem vor Jahren bei der ASFINAG erkannt und schreibt nun  "Holzbetonwände" aus.
Alternativen wurden allerdings nicht zugelassen.


Vgl.:

23.09.2016 | » 310 Pucking
» SFH-13800 E Mail Dr. Lederbauer an Mag. Kienreich ( GF der ASFINAG Service GmbH ) vom 26.9.2016 9.56 Uhr
Ich komme auf unsere Besprechung am 6.9.2016 zurück und gehe auf einige wichtige Punkte ein.http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=392&aid=8791&page=

Bezüglich der Gestaltung wurde auf ein Konzept der ASFINAG hingewiesen:

Zitat:

T-02.1 Technischer Bericht
Fotodokumentation Architektonische Gestaltung Autobahnseite


5.4 Architektonisches Gestaltungskonzept
Laut Leitplanung der Asfinag findet das
architektonische Gestaltungskonzept der A25/8
Anwendung.

" ...Das Material der Lärmschutzwände aus
Holzbeton mitfließender Wellenstruktur wirkt wie
aus der Landschaft entnommen. Durch die raue
Oberflächenhaptik der Lärmschutzwände
ergeben sich Schattierungseffekte innerhalb der
Erdtöne, die der Farbwirkung der umgebenden
Naturfelder verblüffend ähnlich sind  .."
.

Foto: