SFH-140313   Öko Meeresspiegel könnte stärker steigen als prognostiziert,  Der Standard  11. Mai 2017, 11:31

Anstieg bis 1,70 Meter bis zum Ende des Jahrhunderts

http://derstandard.at/2000057366436/Meeresspiegel-koennte-staerker-steigen-als-prognostiziert

Hamburg – Der Meeresspiegel könnte bis Ende des Jahrhunderts deutlich stärker steigen als bisher prognostiziert. Wie der Norddeutsche Rundfunk am Donnerstag unter Berufung auf einen internen Bericht für das Bundesverkehrsministerium berichtete, warnt das deutsche Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) davor, dass die bisherigen Anstiegsszenarien des UN-Klimarats zu optimistisch sein könnten.

Zu dem Schluss komme die Behörde durch Auswertung aktueller Klimastudien. Konkret warne das BSH das Bundesverkehrsministerium davor, dass "ein höherer Anstieg des Meeresspiegels deutlich über einen Meter hinaus bis hin zu 1,70 Metern bis zum Ende des Jahrhunderts mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen zu sein scheint".

Dringende Warnungen, aber keine zusätzlichen Maßnahmen

Beim Küstenschutz könne dies dazu führen, dass "bereits getroffene Anpassungsmaßnahmen modifiziert oder neue sogar in Angriff genommen werden" müssten. Sollten die arktischen und antarktischen Eisschilde kollabieren, sei auch ein noch höherer Meeresspiegelanstieg denkbar, schrieb das BSH.

Bund und Länder planen dem Bericht zufolge aber auf Grundlage der Anstiegsszenarien des UN-Klimareports. Der jüngste Report aus dem Jahr 2013 nennt demnach als pessimistischstes Szenario einen Meeresspiegelanstieg von 52 bis 98 Zentimetern bis zum Jahr 2100.

Dem Bericht zufolge sieht das BSH trotz der Warnung noch keinen dringenden Handlungsbedarf. Die Behörde gehe davon aus, dass "die heutigen Maßnahmen zur Sicherung der Küsten, Küstenbauwerke und Küstenbesiedlungen zumindest bis zum Jahr 2050 einen ausreichenden Schutz vor Überflutung bieten werden". Gleichwohl nehme die Verletzlichkeit der flachen Küstenregionen mit steigendem Meeresspiegel zu. (APA/AFP, 11.5.2017)


Interessante Postings

» wolfel
15. Mai 2017, 00:02:08
4 2

arktis

ist noch niemandem aufgefallen, dass sich der Meeresspiegel nicht verändern kann, wenn die Arktis schmilzt?

das arktische eis schwimmt, im Gegensatz zur Antarktis, im Meer
schwimmendes eis verändert, wenn es schmilzt, nicht den Wasserspiegel

traurig, diese effektehascherei
» Thyristor 60
7. Juni 2017, 12:32:08
Yep, es gibt nur eines, das noch viel trauriger ist: fundamentale Unkenntnisse.
» vandermonde 15
17. Mai 2017, 11:41:32
0 3
"Erstens kommt es durch die Aufheizung der Ozeane zur thermischen Expansion des Wassers, das folglich mehr Volumen einnimmt. Zweitens führen gestiegene Lufttemperaturen zum Verlust von Landeis in Form von Gletschern oder Eisschilden, was zusätzliches Wasser in die Ozeane einbringt. "

"... daher resultiert der überwiegende Teil des Anstiegs um 1,9 mm seither aus dem Abschmelzen kontinentaler Eisschilde."

» https://de.wikipedia.org/wiki/Meere…_seit_1850
» ZoppoTrump 4
15. Mai 2017, 12:48:56
0 3

Stimmt, da hat sicher noch ueberhaupt niemand dran gedacht ...

... gut dass das endlich mal jemand thematisisert.

Leider liegen Sie falsch:

Zum einen ist das Eis Suesswasser, durch's abschmelzen verringert sich im umliegenden alzwasser die Salzkonzentration und somit auch (geringfuegig) die Dichte.

Zum anderen ist das ja nur der Anfang: Wenn das Eis erst mal geschmolzen ist wird sich das zusaetzliche Wasser mit der Zeit erwaermen, dabei dehnt es sich, sobald es ueber 4° warm wird, aus, was auch zu einer Erhoehung des Meeresspiegels fuehrt.

Und, das Hauptproblem zum Schluss: Wenn das Eis schmilzt wird weniger Sonnenlicht reflektiert, stattdessen wird mehr davon vom (dunkleren) Ozean aufgenommen, was eine Beschleunigung der Meeresspiegelanstiegs zur Folge hat, weil sich warmes eben Wasser ausdehnt.
» Lupus C. Cornu 7
14. Mai 2017, 09:43:04

BSH ist nicht irgendwer, BSH ist die Institution schlechthin. Also Vorsicht mit bissigen Kommentaren!

» Paul H. Krannich 4
14. Mai 2017, 15:41:56
" ... BSH ist die Institution schlechthin. ..."
Noch über der BR ?
Oh, oh ... :-)
» Radix Valerianae 11
12. Mai 2017, 13:08:53
2 6
Niemals nicht. Meine Meinung ist eine andere. Und ich bin voll gegen den Mainstream, sagt auch mein Prof hier auf der youtube-Akademie. Anhand meiner Meinung muss man folgerichtig zu den echten Fakten gelangen. Und wenn ich "Klimawandler und Klimareligion" sage, dann ist das natürlich sachliche Kritik. Also: ganz selbstverständlich hat eine global angesiedelte, hochtechnologische Hilfsmittel produzierende und nutzende Spezies mit 8 Milliarden Individuen, die bis zu 2m groß und mehr werden können und jahrzehntelang leben, keinen Einfluss auf ihre Umwelt. Nein, es ist fast so, als würde es sie gar nicht geben, so wenig bemerkt man die.
» Lupus C. Cornu 7
14. Mai 2017, 09:40:20

witzig!

» Nakamura 38
12. Mai 2017, 13:27:19
0 3
Die Verunsicherung ("Hysterie" vs. Ignoranz) bezüglich Klimawandel entsteht dadurch, dass der Prozess derzeit noch langsam vor sich geht. Er wird aber sich beschleunigen und zwar immer stärker. Das ist kein linearer Prozess sondern exponentieller. Tückische Geschichte, die in erster Linie unsere Nachfahren zu schaffen machen wird.
» Radix Valerianae 11
12. Mai 2017, 15:16:31
0 2
Wird denn Linearität behauptet? Es wird doch u.a. gerade darauf hingewiesen, dass der Prozess nicht linear zu verstehen sei, wenn wieder einmal wer lächelt und meint, warum es denn noch immer kalte Winter gäbe.
» Nakamura 38
12. Mai 2017, 12:14:17
0 1
Ich weiß nicht, wie solche Prognose gemacht werden. Ich bin skeptisch, dass sie stimmen können. Die Klimaerwärmung ist kein linearer Prozess sondern ein exponentieller, ähnlich wie die Zunahme einer Einlage im Sparbuch. Je größer der Summe (oder je länger die Anlagezeit), desto schneller wächst es weiter. Je höher die Temperatur auf der Erde, desto schneller wächst sie auch weiter. Solche Naturprozesse vorauszusagen, ist sehr schwierig, weil mathematisch nicht leicht behandelbar, zu viel Faktoren können da mitwirken. Grundsätzlich stimmt aber, dass je höher die Durchschnittstemperatur sein wird, desto schneller wächst sie weiter. Solche Prozesse, - auch wenn sie am Anfang langsam sind -, können sich am Ende unheimlich beschleunigen.
» vandermonde 15
17. Mai 2017, 11:48:01
0 2
Im Prinzip ist das die Diskussion um die Klimasensitivität und die Kipppunkte. Die Klimaerwärmung ist weder exponentiell noch linear, sondern nicht-linear was aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass man keine Annäherungen mittels einfacherer Funktionen (linear, exponentiell etc.) für bestimmten Prozessparameter über eine begrenzte Zeitspanne formulieren kann.
» duke box 13
12. Mai 2017, 10:55:23
0 7
die jährliche wohnwagenkarawane der niederländer jeden sommer in richtung süden hat nichts zu tun mit urlaub, das ist eine großangelegte zivilschutzübung!
» DarkHelmet 6
14. Mai 2017, 17:23:23
0 3
Das ist eines der Länder um jenes man sich vermutlich keine Sorgen machen muss. Die haben jahrhundertelange Erfahrung was Wasser / Dämme angeht und auch die wirtschaftliche Kraft das umzusetzen.

Bei anderen Ländern, wie Bangladesh zB. wird es da schon viel, viel interessanter.
» tschufftschuff 1
12. Mai 2017, 10:02:40
21 4

Der Meeresspiegel "könnte" könnte stärker steigen,

vor einigen Jahrzehnten hat man uns noch sicher versprochen, dass die Weltmeere kippen, das Öl ausgeht, der Wald stirbt....Was soll man also von den Prognosen der Panikmafia halten? Der Meeresspiegel "könnte" ja auch sinken.
» vandermonde 15
17. Mai 2017, 11:50:00
0 2
Da er schon seit einiger Zeit steigt (und auch in Einklang mit den berechneten Zusammenhängen und Ursachen) ist es äußerst unwahrscheinlich, dass er sinkt. Dazu benötigt es eine globale Katastrophe oder eine völlige Neuformulierung aller physikalischer Prinzipien.

» Polten Sepp 1
12. Mai 2017, 09:17:37
18 3
Die Klimawandler können ja schon mal anfangen, eine Arche zu bauen. Dann sind sie wenigstens ein wenig beschäftigt. Weil das ist dann auch eine gute Angstheraphie, dann hats auch einen Sinn gemacht, sollte die Sintflut wider erwarten doch ausbleiben.
» Hieronymus Carl Friedrich 7
12. Mai 2017, 10:23:19
10 7
aber erst braucht man eine neue Archensteuer damit man den Klimawandlern den Mist finanziert. Darum gehts unterm Strich: Geld.
» vandermonde 15
17. Mai 2017, 11:50:40
0 1
Na, da haben sich die zwei Richtigen getroffen.

» asterio 37
12. Mai 2017, 11:35:31
.
» 1000undeine8 48
12. Mai 2017, 16:44:06
0 4
wenn dem so wäre, so würde man erwarten, im sommer (wärmer) mehr wolken zu finden als im winter (kälter), und das phasenverschoben auf nord- u. südhemisphäre (abwechselnd sommer bzw. winter), nicht wahr?

im folgenden links zu jeder menge satelliten-aufnahmen, anhand derer sie als selbsternannt-kritischer geist ihre hypothese überprüfen könnten, wenn sie denn tatsächlich ein kritischer geist inklusive fähigkeit zu selbstkritik wären (und nicht nur ein querulanter spinner):

» https://climatedataguide.ucar.edu/c…ions-modis


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