SFH-141550  Wiener Neudorf A2-Lärmschutz: „Erfolg für die Bevölkerung", NÖN Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:50)

Vertreter der ASFINAG, Gemeinde und Experte informierten über den aktuellen Stand des Mega-Projekts. Start der Arbeiten ist spätestens in einem Jahr.

https://www.noen.at/moedling/wiener-neudorf-a2-laermschutz-erfolg-fuer-die-bevoelkerung-wiener-neudorf-herbert-janschka-asfinag-147259962



Jandrinitsch
Dietmar Schalko (ASFINAG), Gerhard Strohmayer (TAS Sachverständigenbüro), Gerlinde Mattanovich (ASFINAG), Vizebürgermeisterin Elisabeth Kleissner, Umweltforum,Karl Zeilinger (ASFINAG), Gerhard Mühl (ASFINAG), Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, Bürgermeister-Stellvertreter Robert Stania, FPÖ.

Bürgermeister Herbert Janschka, VP, bezeichnete den Tag der Informationsveranstaltung als „Meilenstein in der Geschichte Wiener Neudorfs“. Die Lärmschutzwände seien erstmals „zum Greifen nahe.“

Der hartnäckige Einsatz der Gemeinde Wiener Neudorf habe sich gelohnt, betont auch der von ihr beauftragte Lärmschutzexperte Werner Kaufmann.

Er gab den Applaus an die anwesenden Zuhörer weiter: „Gemeinsam haben wir zwei Demonstrationen auf der Autobahn durchgeführt, deshalb gebührt der Applaus euch. Das ist ein Erfolg für die ganze Bevölkerung.“ Jetzt ist der Weg frei für bis zu 13 Meter hohe Lärmschutzwände. Was das im Detail bedeutet, erklärten die Experten der ASFINAG, allen voran Gerlinde Mattanovich, Leiterin der Abteilung Netzplanung.

Gebäude-Begehung ist ganz wichtig

Die Planungen laufen, ein weiterer wichtiger Schritt wird danach die Bestandsaufnahme der 442 schützenswerten Gebäude sein, die so wie ihre Bewohner von den Lärmschutzwänden profitieren sollen.

Dietmar Schalko von der Baugruppe Ost erklärte: „Jedes Haus wird begangen, fotografiert und begutachtet. Man muss beachten, dass die 13 Meter hohen Wände einer besonderen Absicherung bedürfen. Die Pfeiler, die dazu in den Boden getrieben werden, sind 20 Meter lang.“ Da könne es passieren, dass sich in Häuserwänden kleine Risse bilden, daher sei die Dokumentation wichtig.

Die Lärmschutzwände selbst sollen aus hochabsorbierenden Material bestehen. Warum es denn keine begrünte Lärmschutzwand sein könne, schon aus optischen Gründen, fragte ein Zuhörer.

ASFINAG-Lärmschutzexperte Karl Zeilinger wies darauf hin, dass die Wände technischen Standards entsprechen müssten, um effektiv zu wirken. Auch die schadhafte Lärmschutzwand werde erneuert, man habe aus Fehlern gelernt.

Die Gretchenfrage, wie spürbar die Lärmentlastung tatsächlich sein werde, beantwortete Janschka so: „Mein Wunsch ist, dass der Lärm am Raimundweg dann genau so hoch ist wie jetzt der am Lindenweg.“ Die Hauptbaumaßnahmen sind ab Mai 2020 vorgesehen. Geht es nach Janschka, könnten die „Bauarbeiten doch noch früher starten“.

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