SFH-13875  USA-Mexiko: Telefonat ändert nichts an Mauerstreit, Die Presse  27.01.2017 um 21:19,  Posting Dr. Lederbauer vom 27.1.2017  22.00    Uhr
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US-Präsident Trump und sein mexikanischer Amtskollege Pena Nieto telefonierten "sehr, sehr freundlich", doch ohne Annäherung. Guter Rat kommt aus Berlin.
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http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5161251/USAMexiko_Telefonat-aendert-nichts-an-Mauerstreit

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In weiten Teile der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze steht bereits eine massive Grenzvorrichtung.
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US-Präsident Donald Trump und sein mexikanischer Kollege Enrique Pena Nieto haben sich in einem Telefonat um die Entschärfung ihres Streits über die geplante US-Grenzmauer bemüht. Zu einer Annäherung in der Sache kam es aber nicht, wie am Freitag aus einer Mitteilung des mexikanischen Präsidialamts hervorging.

Beide Seiten hielten ihre "klaren und sehr öffentlichen Meinungsverschiedenheiten" über die Finanzierung des Mauerbaus aufrecht. Trump berichtete gleichwohl, es sei ein "sehr, sehr freundliches" Gespräch gewesen. Beide Seiten wollten an einer "neuen" und "fairen" Beziehung arbeiten, sagte der US-Präsident bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der britischen Premierministerin Theresa May im Weißen Haus. Trump kritisierte aber erneut, dass die US-Südgrenze "weich und schwach" sei, und Drogen darüber in die Vereinigten Staaten strömten.

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Der neue US-Präsident verlangt, dass Mexiko für die voraussichtlich zweistelligen Milliardenkosten des Mauerprojekts aufkommt. Dies lehnt Pena Nieto kategorisch ab. Wegen des Streits war ein ursprünglich für kommenden Dienstag geplanter Besuch Pena Nietos in Washington geplatzt.

Streit soll nicht mehr öffentlich ausgetragen werden

Nach den mexikanischen Angaben vereinbarten die beiden Präsidenten, ihren Streit um die Mauer nicht mehr in aller Öffentlichkeit auszutragen. Am Vortag hatten sie ihre gegensätzlichen Standpunkte offen über den Kurzbotschaftendienst Twitter kommuniziert.

Nachdem ein persönliches Treffen zwischen den beiden Staatschefs wegen des Grenzstreits geplatzt ist, telefonieren die Kontrahenten. Der Dialog über Handel und Migration soll fortgesetzt werden. Über die Mauer wollen die beiden nicht mehr öffentlich reden.

"Wir hatten ein sehr gutes Gespräch", sagte Trump bei der Pressekonferenz. "Wir arbeiten an einem fairen Verhältnis. Aber wir können nicht Millionen Jobs verlieren. Wir verhandeln unsere Handelsabkommen neu."

Guter Rat aus Belin

Der Mauerbau alarmiert auch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD). "Berlin, die Stadt der Teilung Europas, die Stadt der Freiheit Europas, kann nicht kommentarlos zusehen, wenn ein Land plant, eine neue Mauer zu errichten", erklärte Müller am Freitag.

"Wir Berlinerinnen und Berliner wissen am besten, wieviel Leid eine durch Stacheldraht und Mauer zementierte Teilung eines ganzen Kontinents verursacht hat", fügte der Regierungschef hinzu. Gerade Deutsche und Berliner dürften es nicht hinnehmen, "wenn alle unsere historischen Erfahrungen von denjenigen über den Haufen geworfen werden, denen wir unsere Freiheit zum großen Teil verdanken, den Amerikanern". Müller appellierte an Trump, "diesen Irrweg von Abschottung und Ausgrenzung nicht zu gehen".

Absagen, Drohungen

Am Donnerstag hatte sich das Verhältnis zwischen Mexiko und den USA rapide verschlechtert. Grund war die Ankündigung Trumps, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, für die das Land bezahlen soll. Pena Nieto sagte daraufhin eine für kommende Woche geplante Reise nach Washington und ein Treffen mit Trump ab.

Trump hatte Mexiko mit einer Importsteuer auf alle Produkte gedroht, um die Grenzmauer zu finanzieren. Wirtschaftsexperten warnten vor einer Abschottung der US-Wirtschaft. Importzölle würden letztlich auch den Vereinigten Staaten schaden.

Die Mauer ist ein zentrales Wahlkampfversprechen von Trump. Die Mauer an der knapp 3200 Kilometer langen Grenze könnte nach Schätzungen zwischen 25 und 40 Milliarden US-Dollar kosten. Trump will mit dem Bauwerk die illegalen Grenzübertritte und den Drogenschmuggel eindämmen. Mexiko ist gegen die Mauer und will nicht zahlen.

(APA/AFP/dpa)

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» Posting Dr. Lederbauer vom 27.1.2017  22.00    Uhr

"...Beide Seiten wollten an einer "neuen" und "fairen" Beziehung arbeiten, sagte der US-Präsident ...Streit soll nicht mehr öffentlich ausgetragen werden...
Die Mauer an der knapp 3200 Kilometer langen Grenze könnte nach Schätzungen zwischen 25 und 40 Milliarden US-Dollar kosten..."

Eine an  sich erfreuiche Meldung, dass 
der Streit nicht mehr öffentlich ausgetragen werden soll.
Das eröffnet für beide Länder die Chance, über die Sinnhaftigkeit,
Alternativen bzw. zusätzliche Funktionen  nachzudenken.

Die Kosten dieser " Mauer " sollen also pro Laufmeter bis zu 12.500  USD   betragen.

Bei solchen hohen Kosten  sind viele Möglichkeiten einer sinnvollen, ökonomisch und ökologisch Lösung zu erkennen,

Solche Überlegungen sollten dem Präsidenten der USA Trump und Mexicos Pena Nieto  so rasch wie möglich zur Kenntnis gebracht werden.

Wir werden  jedenfalls versuchen, unsere Überlegungen einzubringen.

» http://so-for-humanity.com2000.at

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troootzi
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"...Beide Seiten wollten an einer "neuen" und "fairen" Beziehung arbeiten, sagte der US-Präsident ...Streit soll nicht mehr öffentlich ausgetragen werden...
Die Mauer an der knapp 3200 Kilometer langen Grenze könnte nach Schätzungen zwischen 25 und 40 Milliarden US-Dollar kosten...."

Eine an sich erfreuiche Meldung, dass der Streit nicht mehr öffentlich ausgetragen werden soll.
Das eröffnet für beide Länder die Chance, über die Sinnhaftigkeit, Alternativen bzw. zusätzliche Funktionen nachzudenken.

Die Kosten dieser " Mauer " sollen also pro Laufmeter bis zu 12.500 USD betragen.

Bei solchen hohen Kosten sind viele Möglichkeiten einer sinnvollen, ökonomisch und ökologisch Lösung zu erkennen,

Solche Überlegungen sollten dem Präsidenten der USA Trump und Mexicos Pena Nieto so rasch wie möglich zur Kenntnis gebracht werden.

Wir werden jedenfalls versuchen, unsere Überlegungen einzubringen.

http://so-for-humanity.com2000.at

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