SFH-13939  5000 Moskauer Plattenbauten sollen abgerissen werden, Standard  14. Mai 2017, 08:18

Heute soll gegen die Pläne protestiert werden

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Moskau – In der russischen Hauptstadt Moskau plant Bürgermeister Sergej Sobjanin ein gigantisches Umbauprogramm: Fast 5000 Plattenbauten aus der Nachkriegszeit sollen abgerissen werden, mehr als eine Million Menschen sollen neuen Wohnraum erhalten. Doch das forsche Vorgehen der Behörden trifft seit Wochen auf Widerstand, viele rechtliche und finanzielle Fragen sind ungeklärt. - derstandard.at/2000057533841/Abrissplaene-fuer-Moskauer-Plattenbauten-Neuer-Wohnraum-fuer-eine-Million-Menschen


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Moskau – In der russischen Hauptstadt Moskau plant Bürgermeister Sergej Sobjanin ein gigantisches Umbauprogramm: Fast 5000 Plattenbauten aus der Nachkriegszeit sollen abgerissen werden, mehr als eine Million Menschen sollen neuen Wohnraum erhalten. Doch das forsche Vorgehen der Behörden trifft seit Wochen auf Widerstand, viele rechtliche und finanzielle Fragen sind ungeklärt. Am heutigen Sonntag wollen sich Betroffene zu einer genehmigten Protestkundgebung im Zentrum der Hauptstadt versammeln. Mit den fünf- oder siebenstöckigen industriell gefertigten Häusern linderte die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg die schlimmste Wohnungsnot. "Chruschtschowki" heißen die Plattenbauten im Volksmund nach dem damaligen Parteichef Nikita Chruschtschow. Doch so schlecht die Bauqualität auch war, hängen heute viele Moskauer an diesen Wohnungen. Durch die Privatisierung sind sie Eigentümer geworden. Viele fürchten, aus innenstadtnahen, grünen Vierteln in Hochhausviertel am Rand Moskaus umgesiedelt zu werden. Die Stadt argumentiert, dass die neuen Wohnungen größer, besser und billiger werden. Das milliardenschwere Programm soll der Moskauer Bauwirtschaft neuen Auftrieb geben. Präsident Wladimir Putin hat die Pläne zwar begrüßt. Doch die große soziale Unruhe in Moskau, die Sobjanin ausgelöst hat, kommt für den Kreml zur Unzeit. Im März 2018 steht in Russland die nächste Präsidentenwahl bevor, bei der Putin absehbar ein weiteres Mal kandidieren wird. Die Führung will deshalb Unmut in der russischen Bevölkerung möglichst vermeiden.
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