SFH-141584 Donaustadt Meinungen zur Stadtstraße: Staufalle oder Klimasünde?      13. August 2021, 11:24 Uhr51

Die Meinungen zur Stadtstraße inklusive S1-Spange sind gespalten.
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  • Die Meinungen zur Stadtstraße inklusive S1-Spange sind gespalten.
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Nach dem bz-Leserforum Ende Juli trudelten erneut per Mail zahlreiche Meinungen zur Stadtstraße ein.

https://www.meinbezirk.at/donaustadt/c-lokales/meinungen-zur-stadtstrasse-staufalle-oder-klimasuende_a4788869?ref=curate


WIEN/DONAUSTADT. Fast jede Woche liest oder hört man etwas über die Stadtstraße, die S1-Spange und den Lobautunnel. Besonders bei den bz-Lesern sorgt das Thema für Unmut. Hier ein » weiterer Auszug:

"Das ganze Seestadt-Projekt ist eine Betonwüste und jetzt noch die Stadtstraße. Eine Schweinerei auf der Seite der Einfamilienhäuser. Ich hoffe, das Straßenprojekt wird gekippt und auch nachfolgend der Lobautunnel. Wie krank ist es, durch ein Naturschutzgebiet einen Autobahntunnel zu schlagen?"
Robert K.

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Diese Umfrage endet am 26. Januar 2022 um 00:00 Uhr.

"Die U2 wurde extra für die Seestadt verlängert, trotzdem brauchen wir eine hochrangige Strasse dorthin? Der Herr Bezirksvorsteher hat die Seestadt immer als weitgehend autofrei angepriesen, jetzt kann die Seestadt ohne eigene Autobahn nicht leben? Der motorisierte Individualverkehr soll in Zukunft nur 20 Prozent ausmachen, trotzdem ist die Stadtstrasse notwendig? Wenn in der Seestadt weniger Wohnungen gebaut würden und stattdessen entsiegelt statt weiter munter versiegelt würde, hätten die Bewohner und alle anderen Menschen viel mehr davon und es würde zumindest den Anschein erwecken, die Politik nähme den Klimaschutz endlich ernst."
Gabi U.

"Ich finde die Stadtstrasse unbedingt notwendig! Ich weiß nicht, wie sich die lieben Grünen das immer vorstellen. Es kann nicht jeder immer auf Öffis umsteigen und alles nur mehr mit den Öffis fahren. Haben die sich schon einmal überlegt, wie ein Großeinkauf oder Besorgungen im Bauhaus erfolgen sollen? Da fährt man dann eine Stunde mit drei Brettern in der U-Bahn? Wir leben in einer Großstadt. Jede Großstadt hat auch eine Außenumfahrung."
Birgitt V.

Die S1-Spange und Stadtstraße Aspern ist Voraussetzung für das Stadtentwicklungsgebiet im Nord-Osten Wiens.
  • Die S1-Spange und Stadtstraße Aspern ist Voraussetzung für das Stadtentwicklungsgebiet im Nord-Osten Wiens.
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"Der Verzicht auf Lobautunnel und Stadtstraße wäre ein Beitrag zum Klimaschutz und würde gigantische Mittel freisetzen, mit denen die bestehenden und durch die Neubauten entstehenden Mobilitätsprobleme zukunftsverträglich gelöst werden können. Vielleicht bliebe auch noch ein Teil zur Verbesserung des Kanalnetzes im Bezirk."
Hans S.

"Die U-Bahn und Busse fahren in die Seestadt. Warum dann noch eine unnötige Straße? Dann würden eher wieder mehr auf die Autos umsteigen, weil es bequemer ist. Der 22. wird eh nur mehr zugepflastert – es ist eine Schande."
Regina W.

"Wenn die öffentlichen Verkehrsmittel ausgebaut werden, sodass die Leute nicht so lang warten müssen und auch nicht so oft umsteigen müssen, werden sie leichter auf das Auto verzichten können."
Susanne S.

"Werden die öffentlichen Verkehrsmittel nicht ausgebaut und attraktiver gemacht, sind die Bewohner vermehrt auf ihr Auto angewiesen. Es ist leider überall so: Je bequemer man es den Menschen macht, desto mehr leidet Umwelt und Natur. Es ist ja mehrfach bewiesen, dass mehr Straßen mehr Verkehr verursachen."
Michael S.

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5 Kommentare

Regionauten-Community
» Reinhold Sulz
am 23.08.2021 um 16:27

Experten der renommierten ETH Zürich, TU Dresden, Hochschule für Technik Berlin, Institut für Raumplanung, Department für Raumplanung der TU Wien.

https://www.diepresse.com/5362335/ein-lobau-tunnel-zwei-studien

Regionauten-Community
» Zwirbel tier
am 23.08.2021 um 17:10

@Reinhold Sulz Ich konnte bei dem Artikel weder rausfinden was der Auftrag noch das Ergebnis der Studie ist (das wird nicht gut zitiert bzw. steht vermengt mit anderen Argumenten). Es wird dort also eben genau nur mit den einen „Experten" argumentiert, während die Studie der ASFINAG garnicht genannt wird und die Studie der Expert:innen vom Forschungsbereich Verkehrstechnik und Verkehrsplanung der TU Wien als Knoflacher-Studie bezeichnet wird.

Es dürfte sich bei der fraglichen Studie übrigen um den „ExperInnen-Bericht"  von hier handeln: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/verkehrsplanung/lobautunnel-pruefung-planungsalternativen.html

Die beiden Studien stehen einander übrigens garnicht im Widerspruch: Auch die ExpertInnen-Gruppe sieht, dass der Lobautunnel zu einer Zunahme des KfZ verkehrs führen wird, und nur Parkraumbewirtschaftung und ÖV-Ausbau zu einer (angestrebten) Verkehrsminderung führen.

Der Unterschied liegt in der Gewichtung der Argumente (vereinfacht):
- Klimaziele haben Vorrrang: Lobautunnel führt zu mehr KfZ-Verkehr und kostet Mrd €, deshalb nicht bauen.
- Standortqualität schlägt Klimaziele, deshalb Mrd € in die Autobahn investieren und dann nochmal Mrd € damit die Änderung des Modal-Split in die falsche Richtung nur 2% beträgt.

Regionauten-Community
» Vincent Eiselt
am 26.08.2021 um 19:29

ad:
"Ich finde die Stadtstrasse unbedingt notwendig! Ich weiß nicht, wie sich die lieben Grünen das immer vorstellen. Es kann nicht jeder immer auf Öffis umsteigen und alles nur mehr mit den Öffis fahren. Haben die sich schon einmal überlegt, wie ein Großeinkauf oder Besorgungen im Bauhaus erfolgen sollen? Da fährt man dann eine Stunde mit drei Brettern in der U-Bahn? Wir leben in einer Großstadt. Jede Großstadt hat auch eine Außenumfahrung."

Es kann jede/r Umdenken und sich überlegen, wie er seinen Wocheneinkauf erledigen kann. Am besten lokal und nicht 2 oder mehr km entfernt. Wir leben seit 6 Jahren in der Seestadt und hatten noch nie das Bedürfnis nach einem Großeinkauf, der ein Auto voraussetzt. Es gibt vielerlei Möglichkeiten. Fahrrad, Lastenrad, Zustelldienste usw.
Für 3 Bretter gehe ich allemal zu Fuß die 1,5 km bis zum OBI. Wenn es mehr ist, kann man sich einen Kombi ausleihen, sofern es nicht auf das Lastenrad passen sollte. Es ist einfach oft nur gedankliches Einbahndenken, dass es immer nur auf Auto - noch dazu EIGENES - hinausläuft.

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