SFH-142904  Zukunft von Aspern Grätzelgespräche zum Thema "Urbanität oder Fläche" Mein Bezirk 17. Mai 2022, 09:30 Uhr

Wie stehen die Donaustädterinnen und Donaustädter zum Thema Verkehrsanbindung und Bautätigkeit in den peripheren Flächenbezirken? Dem wurde bei der vierten Runde der Asperner Grätzelgesprächen nachgegangen.

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WIEN/DONAUSTADT. Im Cafe Hummel in der Donaustadt fand die vierte Runde der Asperner Grätzelgespräche statt. Dabei fanden sich interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, um die Ausführungen von Martin Heintel zum Thema "Urbanität oder Fläche? Wie sich innerstädtische Bezirke von großen Flächenbezirken an der Peripherie unterscheiden", anzuhören.

Heintel ist Professor am Institut für Geografie und Regionalforschung der Universität Wien. Er ist selbst in Kagran geboren und kennt die räumliche Konstellation nicht nur aus der wissenschaftlichen Literatur sondern aus eigenen Anschauungen. Mittlerweile lebt er im siebten Bezirk, also einem klassischen innerstädtischen Bezirk.

Wie stehen die Donaustädterinnen und Donaustädter zum Thema Verkehrsanbindung und Bautätigkeit in den peripheren Flächenbezirken? Dem wurde bei der vierten Runde der Asperner Grätzelgesprächen nachgegangen. 

WIEN/DONAUSTADT. Im Cafe Hummel in der Donaustadt fand die vierte Runde der Asperner Grätzelgespräche statt. Dabei fanden sich interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, um die Ausführungen von Martin Heintel zum Thema "Urbanität oder Fläche? Wie sich innerstädtische Bezirke von großen Flächenbezirken an der Peripherie unterscheiden", anzuhören.

Heintel ist Professor am Institut für Geografie und Regionalforschung der Universität Wien. Er ist selbst in Kagran geboren und kennt die räumliche Konstellation nicht nur aus der wissenschaftlichen Literatur sondern aus eigenen Anschauungen. Mittlerweile lebt er im siebten Bezirk, also einem klassischen innerstädtischen Bezirk.


Der Wiener Professor begann seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass "die politisch-räumliche Administration nicht unser Handeln abbildet, denn Politik und Verwaltung würden in 'Containern' denken und nicht in größeren räumlichen Zusammenhängen". Zwischen Ökonomie und Ökologie könne es deshalb Konflikte geben. So seien, laut Heintel, auch Straße und Begegnungszone immer ein Widerspruch.

Verkehrsanbindungen fehlen

In Transdanubien würden schnelle und gute Verkehrsverbindungen zwischen Floridsdorf und der Donaustadt fehlen. "In Wien hat die innerstädtische Entwicklung Vorrang vor der Außenentwicklung", so Heintel. In den äußeren Flächenbezirken würden inzwischen die Einzelhandelsgeschäfte verschwinden, die Ortskerne verwaisen und das Radnetz bleibe unterentwickelt. Dabei wäre die Donaustadt, Heintel zufolge, geeignet, eine Fahrradstadt zu werden: "Es gibt Partizipationsmöglichkeiten über die Agenda 21 und die Mobilitätsagentur der Stadt Wien".

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In der Donaustadt sei zudem der Wohnbau ein wichtiges Thema für die Bürgerinnen und Bürger. Man bekomme den Eindruck, dass in erster Linie Anlegerwohnungen gebaut würden und die Bodenpreise explodieren. Diese Entwicklung könnte man mit einer Leerstandsabgabe und mit der besseren Versteuerung von Flächenwidmungsgewinnen einheben, betont Heintel: "Vieles liegt nicht in der Gestaltungsmöglichkeit der Bürgerinnen, Bürger und der Bezirke, da viele Kompetenzen auf Stadtebene liegen". Doch die Interessen der Bürger müssten dabei vor Kapitalinteressen geschützt werden.

Anregende Diskussionen

Nach dem Referat fand eine ebenso anregende wie erregte Diskussion statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer blickten zum Teil recht pessimistisch auf mögliche Korrekturen von Fehlentwicklungen in der Donaustadt. Auch Vertreterinnen und Vertreter von politischen Parteien haben sich an den Diskussionen beteiligt. "Das Format des Grätzelgespräches ist ein gutes Forum, damit Bürgerinnen, Bürger und die Politik im Gespräch bleiben können", zeigt sich Initiator Josef Friedl zufrieden.


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