SFH-141549  NOBAU, Nein zur Lobauautobahn,

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WIR SAGEN:

  • Nein zur Verschwendung von Milliarden an Steuergeldern!
  • Nein zu noch mehr Lärm, Abgasen und Verkehr!
  • Nein zur Gefährdung des Nationalparks!
  • Nein zum Bau der Lobau-Autobahn!
  • Ja zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs
  • Ja zum Schutz unserer Natur
  • Ja zu Investitionen in Schulen und Kindergärten
  • Ja zu #nobau

LOBAU? NOBAU!

Die Lobau-Autobahn ist ein für Wiens Zukunft schädliches Straßenbau-Projekt und sollte nie gebaut werden. Hier die sechs wichtigsten Gründe dafür:

1

Die Lobau-Autobahn ist eine Verschwendung von Steuergeld

Der Bau der Lobau-Autobahn samt Tunnel wird wahrscheinlich drei Milliarden Euro verschlingen. Drei Milliarden Euro Steuergeld wären besser in Schulen, Kindergärten und den Ausbau der S-Bahnen und anderen Öffis investiert.

2

Die Lobau-Autobahn bringt den Nationalpark in Gefahr

Die Lobau ist Wiens größter Beitrag zum Nationalpark Donau Auen. Die Donau Auen sind die größte zusammenhängende, ökologisch weitgehend intakte und naturnahe Aulandschaft in Mitteleuropa.

Die naturnahe Auenlandschaft der Donau-Auen und der Lobau bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten vielfältige Lebensräume. Mehr als 800 Pflanzenarten, mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten, rund 60 Fischarten leben dort – viele von ihnen sind streng geschützt.

3

Die Lobau-Autobahn gefährdet das Wiener Trinkwasser

Die Lobau ist eine wichtige Trinkwasserreserve der Stadt Wien. Unser Trinkwasser stammt nicht nur aus der Hochquellenleitung – es muss auch Grundwasser aus der Lobau zugemischt werden. Der Autobahnbau gefährdet somit die Trinkwasser-Sicherheit Wiens. Außerdem könnte durch die Austrocknung Tiere und Pflanzen im Nationalpark selber gefährdet werden.

4

Die Lobau-Autobahn schädigt die Wiener Wirtschaft

Mit der Lobau-Autobahn verschieben sich die Wettbewerbsverhältnisse zwischen Wien und dem Umland in einem derartigen Aufmaß, dass von der erwünschten Stadtentwicklung kaum mehr die Rede sein kann. Die Entwicklung und Ansiedlung von Betrieben wird mit der Lobau-Autobahn im Umland von Wien und nicht in der Donaustadt erfolgen, da mehr als 90% der Erreichbarkeitsvorteile in das nordöstliche Umland von Wien gehen werden.

Im Nordteil der Autobahn werden an der Stadtgrenze neue Einkaufszentren entstehen. Dadurch würde massiv Kaufkraft aus Wien abgezogen und die Wiener Wirtschaft geschädigt werden. Viele Wienerinnen würden dorthin einkaufen fahren (à la SCS) und damit erst wieder die Verkehrsbelastung in der Donaustadt erhöhen.

5

Die Lobau-Autobahn schaufelt Autoverkehr nach Wien hinein

Die Lobau-Autobahn ist keine Umfahrungsstraße und wird die Donaustadt nicht entlasten – ganz im Gegenteil. Es ist davon auszugehen, dass PendlerInnen aus dem Marchfeld vermehrt von den Öffis ins eigene Auto umsteigen und zu einer massiven Verkehrszunahme in Wien führen werden. Denselben Effekt hatte der Bau der Nordautobahn. Die Lobau-Autobahn ist ein Verkehrsmagnet, der noch mehr Autoverkehr nach Wien hineinschwemmt.

6

Die Lobau-Autobahn beschleunigt die Klimazerstörung

Die Lobau-Autobahn erhöht die CO2‐Emissionen in Wien um mehr als 100.000 Tonnen pro Jahr. Die Klimazerstörung wird dadurch beschleunigt.

DARUM SAGEN WIR:

  • Nein zur Verschwendung von Milliarden an Steuergeldern!
  • Nein zu noch mehr Lärm, Abgasen und Verkehr!
  • Nein zur Gefährdung des Nationalparks!
  • Nein zum Bau der Lobau-Autobahn!
  • Ja zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs
  • Ja zum Schutz unserer Natur
  • Ja zu Investitionen in Schulen und Kindergärten
  • Ja zu #nobau

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Was ist die Lobau-Autobahn und wo verläuft sie?

Die Lobau-Autobahn ist ein von der Bundesregierung gewünschtes und forciertes Straßenbau-Projekt. Beschlossen wurde sie vom österreichischen Nationalrat im Bundesstraßengesetz in den 90er Jahren. Sie ist 19 km lang und Teil einer LKW-Transitstrecke von Nord- nach Südeuropa. 

Der oberirdische Teil der Lobau-Autobahn soll am Rand von Wohngebieten in Wien (Essling) und Niederösterreich (Groß-Enzersdorf) vorbei führen. Ein 8 km langer Tunnel soll durch den Nationalpark Donau-Auen gebaut werden.

Projektbeschreibung auf der Website der Asfinag: » https://www.asfinag.at/verkehrssicherheit/bauen/bauprojekte/s-1-wiener-aussenring-schnellstrasse-neubau-schwechat-bis-suessenbrunn/

Lageplan auf der Website der Asfinag: » https://www.asfinag.at/verkehrssicherheit/bauen/bauprojekte/s-1-wiener-aussenring-schnellstrasse-neubau-schwechat-bis-suessenbrunn#lg=1&slide=0

Wie ist der Zeitplan? 

Die Asfinag geht von diesem Zeitplan aus: Geplanter Baubeginn Groß Enzersdorf – Süßenbrunn 2019, Geplante Fertigstellung Enzersdorf – Süßenbrunn 2021, Geplanter Baubeginn Tunnel Donau-Lobau 2019, Geplante Fertigstellung Tunnel Donau-Lobau 2025. 

Der Zeitplan der Asfinag: » https://www.asfinag.at/…/s-1-wiener-aussenring…/

Wie hoch sind die Kosten?

2008 sprach die Asfinag von 1,6 Mrd. Euro Baukosten, 2016 schon von 1,9 Mrd. Euro. Inklusive der bei Großprojekten üblichen Kostenüberschreitung und den Finanzierungskosten ist inzwischen von insgesamt 3 Mrd. Euro auszugehen. Das sind nur die reinen Baukosten! Die Erhaltungskosten, Unfallkosten, Lärmkosten, Gesundheitskosten sind dabei gar nicht eingerechnet. 

Drei Milliarden Euro Steuergeld wären besser in Schulen, Kindergärten und den Ausbau der S-Bahnen und anderen Öffis investiert.

Was genau ist der Nationalpark Donauauen?

Nationalparks nehmen eine besondere Stellung in der Naturschutzpolitik ein. Sie sind nicht nur für Österreich bedeutend, sondern von internationalem Interesse. Die ökologisch wertvollsten Regionen unseres Landes wurden zu Nationalparks erklärt. Der Nationalpark Donauauen ist einer davon.

Mit einer Fläche von rund 2.300 Hektar ist die Lobau Wiens größter Beitrag zum Nationalpark Donau Auen, den es seit 1996 gibt. Die Donau Auen sind die größte zusammenhängende, ökologisch weitgehend intakte und naturnahe Aulandschaft in Mitteleuropa.

Die naturnahe Auenlandschaft der Donau-Auen und der Lobau bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten vielfältige Lebensräume. Mehr als 800 Pflanzenarten, mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten, rund 60 Fischarten leben dort – viele von ihnen sind streng geschützt.

Liste der Tierarten: » https://www.donauauen.at/natur-wissenschaft/fauna/

Welche Auswirkungen wird die Lobau-Autobahn auf Wien haben?

Die Lobau-Autobahn ist keine Umfahrungsstraße und wird die Donaustadt nicht entlasten – ganz im Gegenteil. Es ist davon auszugehen, dass PendlerInnen aus dem Marchfeld vermehrt von den Öffis ins eigene Auto umsteigen und zu einer massiven Verkehrszunahme in Wien führen werden. Denselben Effekt hatte der Bau der Nord-Autobahn. Die Lobau-Autobahn ist ein Verkehrsmagnet, der noch mehr Autoverkehr nach Wien hinein schwemmt.

Die Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Lobau-Autobahn auf die Stadt Wien"

Die Studie „Auswirkungen der Lobau-Autobahn auf die Stadt Wien" wurde von der MA18 im Auftrag von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou erstellt. Die Ziele waren, herauszufinden, ob eine alternative Trassenvariante möglich und sinnvoll wäre und die Beurteilung der Auswirkungen der Lobau-Autobahn auf die Stadt Wien.

Alle Experten sind sich einig, dass folgende drei Maßnahmen notwendig sind:

  • flächendeckende, kleinräumige Parkraumbewirtschaftung in ganz Wien.
  • Rascher Ausbau der Öffis im großen Stil
  • Verkehrsberuhigung in den Ortskernen der Donaustadt

Diese Maßnahmen sind notwendig, unabhängig davon, ob die Lobau-Autobahn in acht Jahren fertig sein wird oder nicht. Auch wenn die Lobau-Autobahn gebaut wird, so wird sie die Probleme der Verkehrszunahme auch „nicht lösen, sondern höchstens 3-4 Jahre hinauszögern." 

var

Studien der ExpertInnen: » https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/verkehrsplanung/lobautunnel-pruefung-planungsalternativen.html

Aktionsprogramm Verkehr: » https://wien.gruene.at/verkehr/aktionsprogramm-verkehr-fur-wien-und-das-wiener-umland)

Wird die Lobau-Autobahn die Südosttangente entlasten?

Nein, wird sie nicht.  Die Expertenstudie hat folgende Ergebnisse für die Verkehrsentwicklung auf der A23 im Bereich Praterbrücke ergeben:

  • Szenario B (2030, ohne Lobau-Autobahn und ohne Parkraumbewirtschaftung und ÖV-Ausbau): 261.000 Kraftfahrzeuge täglich.
  • Szenario C (2030, Lobau-Autobahn, S1-Spange und Stadtstraße): 232.000 Kfz. Zusätzlich fahren durch den Lobau-Tunnel aber noch 74.000 Kfz täglich, die zum Großteil auch nach Wien wollen.
  • Szenario F (2030, ohne Lobau-Autobahn, aber mit Stadtstraße, Parkraumbewirtschaftung und ÖV-Ausbau): 213.000 Kfz

Ist das Wiener Trinkwasser in Gefahr?

Die Lobau ist eine wichtige Trinkwasserreserve der Stadt Wien. Unser Trinkwasser stammt nicht nur aus der Hochquellenleitung – es muss auch Grundwasser aus der Lobau zugemischt werden. Der Autobahnbau gefährdet somit die Trinkwasser-Sicherheit Wiens. 

Der Tunnel befindet sich in einem erdbebengefährdeten Bereich mit einem mächtigen Grundwasserhorizont, der für den Auen-Nationalpark wichtig ist. Das Auen-Ökosystem lebt davon, dass seine Gewässer mit dem Grundwasser kommunizieren. Durch den Tunnelbau droht eine Absenkung, stellenweise ein Anstau des Grundwassers. Außerdem könnten durch eine Austrocknung Tiere und Pflanzen im Nationalpark selber gefährdet werden.

Wie sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft?

Mit der Lobau-Autobahn verschieben sich die Wettbewerbsverhältnisse zwischen Wien und dem Umland in einem derartigen Aufmaß, dass von der erwünschten Stadtentwicklung kaum mehr die Rede sein kann. Die Entwicklung und Ansiedlung von Betrieben wird mit der Lobau-Autobahn im Umland von Wien und nicht in der Donaustadt erfolgen, da mehr als 90% der Erreichbarkeitsvorteile in das nordöstliche Umland von Wien gehen werden. Die Lobau-Autobahn ist für 22 Bezirke der Stadt bezüglich der Erreichbarkeit praktisch irrelevant und bringt nur für kleine Teile der Donaustadt Erreichbarkeitsvorteile.

Im Nordteil der Autobahn werden an der Stadtgrenze neue Einkaufszentren entstehen. Dadurch würde massiv Kaufkraft aus Wien abgezogen und die Wiener Wirtschaft geschädigt werden. Viele Wienerinnen würden dorthin einkaufen fahren (à la SCS) und damit erst wieder die Verkehrsbelastung in der Donaustadt erhöhen.

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